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08.12.2016 - 21:37
Foto: thinkstockphotos.de

Das sollten Sie über Zoonosen wie Tollwut wissen

31.03.2014, 08:32
Infektionen, die vom Tier auf den Menschen und umgekehrt übertragbar sind, bezeichnet man als Zoonosen. Am häufigsten kommen hier Hunde und Katzen ins Spiel. Das bekannteste Beispiel ist die Tollwut, doch weltweit verbreitet und auch sehr gefährlich ist die Leptospirose, zumindest recht unangenehm wirken sich Darmparasiten aus.

Jedes ungeimpfte Säugetier - Achtung, dazu gehören auch wir Menschen! - kann an Tollwut erkranken. Diese durch Viren übertragene Krankheit verläuft praktisch immer tödlich. Die Erreger werden über Speichel beim Biss übertragen. Bis zum Auftreten von Symptomen wie Verhaltensänderung, heisere Stimme, Unruhe, Bewegungsstörungen und in der Endphase Schluckbeschwerden können Wochen bis Monate vergehen.

Einzigen Schutz bietet die Impfung von Hunden und Katzen. Auch die Impfung von Wildtieren mittels Ködern trug dazu bei, dass Österreich derzeit als tollwutfrei angesehen werden darf. Allerdings ist der Friede trügerisch: Etwa in Süd- und Osteuropa tritt das Leiden noch immer relativ häufig auf.

Es besteht also die Gefahr, dass ein tollwütiges Wildtier nach Österreich einwandert und ein Haustier ansteckt. Ein Grund für Tierhalter, ihre vierbeinigen Lieblinge auch weiterhin konsequent gegen diese Krankheit impfen zu lassen. Andernfalls steigt auch für uns Menschen wieder das Risiko, infiziert zu werden.

Leptospirose

Hier sind Bakterien die Übeltäter. Die Infektion ist weltweit am verbreitetsten. In den vergangenen Jahren tritt die Krankheit immer häufiger auch bei Menschen auf. Ein Grund dafür könnte sein, dass bisher nur gegen zwei Leptospiren- Stämme geimpft werden konnte, jedoch zwei weitere Stämme deutlich im Vormarsch sind. Diese zeichnen bereits für die Hälfte aller Erkrankungsfälle verantwortlich. Seit heuer gibt es auch in Österreich einen Vierfach- Impfstoff, der gegen alle vier Stämme schützt. Experten hoffen, dass diese gefährliche Zoonose dadurch eingedämmt werden kann.

Die Erreger werden vor allem über den Harn von infizierten Wildnagetieren (Ratten!) sowie Hunden ausgeschieden. Als Hauptinfektionsquelle für Hunde gilt das Trinken von Wasser, das mit Nagerharn verschmutzt ist: vor allem stehende Gewässer und Lacken im Sommer. Aber auch beim Schwimmen in verseuchtem Wasser können sich Hunde anstecken. Besonders hoch ist das Risiko nach starken Niederschlägen beziehungsweise Überschwemmungen.

Menschen holen sich die Seuche über den Urin ihrer befallenen Hunde, aber auch direkt über mit Leptospiren verseuchtes Wasser.
Leptospirose führt bei Mensch und Tier zu massiven Organschäden. Nieren- und Leberversagen sowie Blutungen in die Lunge können zum Tod führen. Hundehalter sollten sich also mit dem Tierarzt über den Vierfach- Impfschutz für ihre Vierbeiner beraten.

Darmparasiten

Auf die Gefahr von Parasiten vergessen Tierhalter leider häufig. Alle Hunde und Katzen können sich durch Schnüffeln und das Fressen von Pflanzen oder Tieren (etwa Mäuse) anstecken. Welpen werden oft schon im Mutterleib oder über die Muttermilch mit Würmern infiziert. Bei Hund und Katze treten am häufigsten Spul- , Haken- und Bandwürmer auf.

Spulwurmbefall zeigt sich beim Jungtier durch Durchfall und einen trommelförmig aufgetriebenen Bauch. Beim Menschen verursachen Spulwürmer Fieber und leichte Sehstörungen. Hakenwürmer sind gefährlicher: Die Larven bohren sich durch die Haut und verursachen bei Tieren neben Juckreiz und Ekzemen auch Husten, Durchfall und Entwicklungsstörungen. Betroffene Menschen leiden an massiven Hautentzündungen.

Bandwürmer bemerkt man an den beweglichen weißen Bandwurmgliedern im Kot. Für den Menschen bedrohlich ist der sogenannte Fünfgliedrige Bandwurm. Dieser tritt bei freilaufenden Katzen und Jagdhunden auf. Wird der Mensch befallen, so wachsen die Finnen in Leber und Lunge ein, wodurch diese Organe zerstört werden.

Giardien wiederum sind häufige Magen- Darmparasiten des Hundes. Diese Einzeller verursachen schleimigen, oft blutigen, übel riechenden Durchfall. Die Tiere gedeihen schlecht. Vor allem Kinder werden durch den engen Kontakt zu den Haustieren angesteckt, sie leiden dann ebenfalls an Durchfall und Wachstumsverzögerung. Lösung in allen Fällen: Regelmäßige Entwurmung der Tiere und ebenso konsequente Kontrolle des Kotes auf Darmparasiten. Im Falle der Ansteckung verschreibt der Tierarzt entsprechende Medikamente.

31.03.2014, 08:32
Kronen Zeitung/red
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