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08.12.2016 - 01:50
Foto: Daniela Risavy

Daniela Risavy ist Pflegestelle aus Leidenschaft

07.10.2011, 09:34
Der Oktober auf krone.at/haustiere steht ganz im Zeichen des Tierschutzes, denn jeder kann etwas dazu beitragen. Die berufstätige Daniela Risavy engagiert sich in ihrer Freizeit als Pflegestelle für alte und kranke Hunde, die kaum Chancen auf Vermittlung haben. Warum gerade diese Tiere besonders dankbare Schützlinge sind und wie man mithelfen kann, erzählte sie uns im Interview.

krone.at: Wie darf man sich Ihre Arbeit als Pflegestelle vorstellen?
Daniela Risavy: Ich arbeite mit verschiedenen Vereinen zusammen, unter anderem der Boxer Nothilfe, und fungiere als Pflegestelle. Ich werde also angerufen, wenn ein Pflegeplatz für einen Hund gesucht wird. Und wenn bei mir Platz ist und der Hund zu meinem Rudel passt, dann sage ich zu. In Spitzenzeiten hatte ich acht Pflegehunde. Besonders gerne nehme ich sogenannte Sterbehunde, also alte und kranke Tiere, die besonders schlechte Chancen auf Vermittlung haben und bei mir ihren Lebensabend genießen können.

krone.at: Warum haben alte Hunde Ihrer Ansicht nach so schlechte Chancen auf ein neues Zuhause?
Risavy: Die meisten Menschen möchten keinen alten und kranken Hund bei sich aufnehmen, weil sie sich vor hohen Tierarztkosten fürchten und davor, dass der Hund bald sterben wird. Dabei sind alte Hunde so dankbar und ruhig, machen eigentlich eher wenig Aufwand, sie schlafen viel. Meistens sind das sehr unproblematische Hunde mit kleinen Eigenheiten. Wer sich vor den Kosten fürchtet, sollte mit dem Verein sprechen, denn für Gnadenplätze ist oft der Ersatz der Tierarztkosten möglich. Und sicher ist es tragisch, einen Hund einschläfern zu lassen und ihn bei seinem letzten Gang zu begleiten. Ich heule bei jedem einzelnen Hund, es zerreißt einem das Herz, aber das ist richtiger Tierschutz und richtige Tierliebe! Die Hunde zu begleiten, sie nicht leiden zu lassen. Sie müssen nicht einsam und traurig sterben. Leider möchten das viele Leute nicht, aber ich finde, es ist eine große Verantwortung und ein schönes Gefühl. Ich weiß, der Hund hat bei mir die schönste Zeit seines Lebens gehabt und er muss nie wieder leiden.

krone.at: Wie können unsere Leser helfen?
Risavy: Jeder einzelne kann viel beitragen. Man kann sich an Organisationen und Tierheime wenden und einfach fragen, wie man helfen kann. Man kann mit den Tierheimhunden spazieren gehen und ihnen damit einen schönen Tag machen. Viele wollen helfen, können aber aufgrund ihrer Lebenssituation keinen Hund bei sich aufnehmen. Warum nicht als Pflegestelle bewerben? Das ist ein schöner Job, wenn auch mit großer Verantwortung.

krone.at: Welche Voraussetzungen muss eine Pflegestelle erfüllen?
Risavy: Jeder fängt irgendwann einmal an, aber ein bisschen Hundeerfahrung ist auf jeden Fall gut. Man braucht Zeit, viel Geduld und muss sich darauf einstellen, dass sich die Hunde entwickeln. In den ersten zwei Wochen ist das Tier vielleicht noch schüchtern und brav, wenn er dann gefestigt ist und sich sicherer fühlt, zeigt es aber vielleicht bestimmte Eigenschaften wie etwa den Jagdtrieb. Man muss mit allem rechnen und der Situation offen gegenüberstehen. Man muss den Hunden seine Freizeit widmen und ihnen etwas beibringen, damit sie vermittelt werden können. Man braucht sicher keinen Doktortitel oder eine extrem große Wohnung. Viel wichtiger sind Zeit und ein Herz für Tiere sowie ein bisschen Erfahrung. Belohnt wird man nach erfolgreicher Vermittlung mit Fotos und den Rückmeldungen der neuen Besitzer, wie gut es dem Hund geht. Das ist der beste Lohn und nicht mit Geld aufzuwiegen.

Einige Schützlinge von Daniela Risavy, die dringend ein neues Zuhause suchen, findest du in der Diashow in der Infobox. Falls du einer der armen Kreaturen einen guten Platz anbieten möchtest, melde dich einfach bei der Boxernothilfe Austria , dem Tierheim Dechanthof  beziehungsweise der Animalhope Tierhilfe .

07.10.2011, 09:34
dez
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