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07.12.2016 - 13:27
Foto: Facebook

D: Amt verschweigt Aufenthaltsort von Fundhund

24.12.2013, 09:23
Dieser Fall aus Norddeutschland sorgt für Kopfschütteln unter Tierfreunden: Eine Familie sucht seit einem Jahr ihren verschwundenen Hund "Chicco" und hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Dabei scheinen die Behörden den Aufenthaltsort des Hundes zu kennen - wollen ihn aber aus "Datenschutzgründen" nicht verraten!

Schon seit etwa einem Jahr sucht eine junge Familie aus Demmin im Nordosten Deutschlands nach ihrem geliebten Vierbeiner Chicco. Jetzt im November endlich eine Spur: Besitzer Robert Giese erkannte seinen Hund in einem Facebook- Video wieder, das Tierschützer in einer Auffangstation für Fundtiere gedreht und dann veröffentlicht hatten. Doch vor Ort wollte man ihm zum Verbleib von Chicco keine Auskunft geben - er müsse sich an das städtische Ordnungsamt werden. Aber auch dort konnte man ihm angeblich nicht weiterhelfen.

Video zeigt angeblich nicht Chicco

Der Chef des hiesigen Ordnungsamts, Günther Behnke, zum "Nordkurier" : "Niemand kann erwarten, dass Fundsachen über ein Jahr lang aufbewahrt werden." Das Eigentum am Fundtier gehe nach vier Wochen an den städtischen Vertragspartners über. Er verstehe nicht, warum sich Robert Giese nicht sofort nach Chiccos Verschwinden beim Fundamt gemeldet hätte. Bei dem Vierbeiner im Video kann es sich laut Behnke keinesfalls um Chicco handeln: "Der ist schon viel länger da, als Herr Giese seinen Hund vermisst."

Tierschützerin widerspricht Aussage des Amtes

Diese Aussage stellt wiederum die Vorsitzende des Demminer Tierschutzvereins in Frage, die durch den "Nordkurier"- Artikel auf Chiccos Fall aufmerksam wurde. Kerstin Lenz ist sich sicher: Sie ist dem vermissten Vierbeiner im November begegnet. Doch der Anlass ist besorgniserregend: Auf Antrag der Stadt sollte die Ethik- Kommission über Chiccos Einschläferung abstimmen, denn der Fundhund ist angeblich gefährlich. Die Kommission und die zuständige Amtstierärztin waren jedoch anderer Meinung. "Er zeigte gar keine Bissigkeit, im Gegenteil", so Lenz.

Ordnungsamt gibt weiter keine Auskunft

Sie hat keinen Zweifel daran, dass es sich bei dem Tier um den verschwundenen Hund von Robert Giese handelt. Doch das Ordnungsamt will nach wie vor nicht bekannt geben, wo der Vierbeiner sich derzeit aufhält. Das sei aus Datenschutzgründen auch gar nicht erlaubt, heißt es. Und tatsächlich ist das Amt nach deutschem Recht auf der sicheren Seite - Fundsachen müssen nur sechs Monate lang aufbewahrt werden. Robert Giese und seine Familie wollen dennoch nicht aufgeben und hoffen, ihren geliebten Chicco doch noch in die Arme schließen zu können.

24.12.2013, 09:23
red
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