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11.12.2016 - 09:29
Foto: APA/dpa/Armin Weigel

Bienen besitzen ein ausgeklügeltes Alarm- Vokabular

28.03.2016, 12:52

Bienen benutzen ein erstaunlich ausgeklügeltes System, um ihre Artgenossen vor Gefahren zu warnen. Frequenz, Tonhöhe und Dauer ihrer Vibrations- Signale vermitteln das Ausmaß und den Kontext der Bedrohung.

Wissenschafter der University of California in San Diego (UC San Diego) haben gemeinsam mit chinesischen Biologen herausgefunden, dass eine asiatische Honigbienenart eine erstaunlich ausgeklügeltes Warnsystem benutzt, um Gefahren zu kommunizieren.

Die Alarmsignale bestehen aus kurzen Vibrationsimpulsen, welche eine Biene durch Kopfstöße an Artgenossen weitergibt, wie die UC San Diego mitteilte. "Überraschenderweise kodiert dieses Signal das Ausmaß der Gefahr in der Vibrationsfrequenz und der Tonhöhe, und den Gefahrenkontext in der Dauer jedes Pulses", wird Studienautor James Nieh von der UC San Diego zitiert.

Warnsignale unterscheiden sich je nach Bedrohung

In ihren Experimenten konfrontierten die Wissenschafter die asiatische Honigbiene Apis cerana mit zwei ihrer natürlichen Feinde, der größten Hornissenart der Welt, Vespa mandarinia, und einer etwas kleineren Wespenart, Vespa velutina.

Nicht nur reagierten die Bienen nach Angriffen der größeren Hornisse mit mehr Warnsignalen, die Tonhöhe der Vibrationen nahm auch mit der Größe des Angreifers zu. Diese hohen Warnimpulse waren effektiver darin, die Artgenossen bei den typischen Schwänzeltänzen zu unterbrechen, mit denen sie Nahrungsquellen kommunizieren. Wächterinnen und Futtersucherinnen, die am Nesteingang angegriffen wurden, benutzten länger andauernde Vibrationsimpulse, um ihre Artgenossen vom Verlassen des Bienenstocks abzuhalten.

Komplexeste Art der Gefahrenkommunikation bei Insekten

Das sei die komplexeste Art der Gefahrenkommunikation, die je bei einem Insekt gefunden wurde, so Nieh. Bisher waren solche Warnsysteme nur bei Wirbeltieren wie Vögeln und Primaten beschrieben worden. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschafter im Fachjournal PLOS Biology.

28.03.2016, 12:52
AG/red
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