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09.12.2016 - 14:52
Foto: dpa-Zentralbild/Patrick Pleul (Symbolbild)

Biber nagen am Machlanddamm - Experte sucht Lösung

16.02.2015, 09:21
Stahlwände sollen sie aufhalten: die Biber, die den Machlanddamm in einen Schweizer Käse verwandeln. Mehr als 200 der geschützten Großnager leben entlang des Hochwasser-Walls und graben ihre Wohnungen in ihn hinein. Bei Hochwasser könnten diese Löcher gefährliche Schwachstellen im Damm sein!

In Naarn wurden als Erstmaßnahme auf einer Länge von 400 Metern Spundwände bis zu einer Tiefe von neun Metern durch den Machlanddamm getrieben. Sie sollen die Biber auf der Donau- Seite halten. "Im schlimmsten Fall schwemmt es einen Teil des Damms weg, aber die Wand und der dahinterliegende Damm bleiben stehen", erklärt Anton Wahlmüller, Chef der Machlanddamm- Gesellschaft.

Biber bauen Höhlen und stehlen Gemüse

Das Problem ist, dass die Biber neben den Spundwänden wieder buddeln. Die Tiere kommen ungesehen, graben bei dammnahen Bächen etwa einen halben Meter unterhalb der Wasserlinie ins Ufer und bis zu 40 Meter weit ins "Landesinnere", wo sie ihre Wohnhöhlen über der Wasserlinie errichten. Einige der Großnager haben sich auch schon unter dem bis zu elf Meter breiten Damm durchgebuddelt, um sich auf der anderen Seite bei den Gemüsefeldern zu bedienen.

Experte hofft auf Lösung des Problems

Diese Löcher – so groß, dass ein Golden Retriever durchlaufen könnte – sind im Ernstfall unsichtbare Schwachstellen. Nun erhebt ein Biber- Experte die Nagerpopulation, aber um mehr Spundwände als Sperrriegel im 32- Kilometer- Damm wird man nicht herumkommen. Erwin Kastner, Ortschef von Baumgartenberg, hofft, dass man des Problems Herr wird – siehe unser Interview.

"Krone": Das Biber- Problem ist sicher nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.
Erwin Kastner: Keinesfalls. Die Tiere richten enorme Schäden an. Da sie aber geschützt sind, sind unsere Handlungsmöglichkeiten nur sehr beschränkt.

"Krone": Auch bei Baumgartenberg sind Spundwände schon im Gespräch.
Kastner: Das ist derzeit offenbar die einzige Möglichkeit, um das Problem in den Griff zu bekommen. Da kommen aber auch enorme Kosten auf die Gemeinden zu. Wir hoffen, dass es mit Förderungen finanziert wird.

16.02.2015, 09:21
Markus Schütz, Kronen Zeitung/red
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