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23.04.2017 - 18:43

1200 gerettete Ziervögel dürfen im WTV bleiben

10.02.2016, 08:16

Die Meldung über die 1200 aus einem Pkw im 14. Wiener Gemeindebezirk geretteten Vögel hat Österreich erschüttert. Die öffentliche Meinung dazu vermittelte ein klares Bild: So darf mit Tieren nicht umgegangen werden. Die Behörde wollte erst den Weitertransport der Tiere genehmigen, doch der WTV schritt ein und kaufte die Tiere frei.

Bereits am Sonntag, nach Bekanntwerden der Nachricht, traf der vermeintliche Besitzer der Tiere im Wiener Tierschutzverein ein. Es handelte sich um einen Tierhändler aus den Niederlanden, der angab, dass es sich bei dem bulgarischen Paar, das die Tiere dem Vernehmen nach in dem Pkw transportierte, lediglich um die beauftragten Transporteure handle und die Tiere eigentlich innerhalb eines Tages von den Niederlanden nach Bulgarien hätte bringen sollen.

Foto: APA/WTV

Tiere möglicherweise vier Tage in Kisten

Laut der Bestellliste des Händlers hat dieser ihnen 816 Vögel zum Transport übergeben, darunter Wellensittiche, Kanarienvögel, Diamanttauben und Agaporniden. Angeblich seien die Tiere insgesamt vier Tage lang in Kisten in dem Pkw eingepfercht gewesen. Der Transport habe sich so lange verzögert, weil die Transporteure offenbar unbefugter Weise unterwegs weitere Tiere zugekauft haben. Dies würde jedenfalls die Anzahl von rund 1200 Tieren, die im Wiener Tierschutzverein aktuell betreut werden, erklären.

Vögel sollten wieder auf Reisen gehen

Die näheren Details dieser Deals sind nicht bekannt. Ebenso sei die exakte Stückzahl, sprich wie viele Tiere wo eingekauft worden sind, behördlicherseits nicht exakt festgestellt worden, so der WTV. Umso unverständlicher für viele Tierfreunde war, dass nach etwas mehr als drei Tagen die Freigabe für einen Weitertransport der Tiere nach Bulgarien erteilen werden sollte. "Die Eile der Behörden, die Tiere wieder auf die Reise zu schicken, obwohl nicht einmal sämtliche Rechtsverhältnisse mit letzter Sicherheit geklärt werden konnten, ist absolut unverständlich", so WTV- Präsidentin Madeleine Petrovic.

WTV kaufte Tiere frei

Schließlich verhandelte der Tierschutzverein mit dem Händler und konnte die Tiere schlussendlich auf eigene Faust "freikaufen", um ihnen weiteres Ungemach zu ersparen. Der Preis für diese Hunderten Tierleben: 9000 Euro. "Der Verweis der zuständigen Behörde auf die Eigentumsverhältnisse ist kein Grund und keine Rechtfertigung für eine fortgesetzte Tierquälerei. Die Tiere hatten ja nicht einmal Zeit, sich von den bisherigen Strapazen zu erholen", so Petrovic. Bis dato haben 32 Tiere die Strapazen des Transports nicht überlebt beziehungsweise starben an dessen Folgen. Über die Vergabe der Tiere kann vorerst noch keine Auskunft gegeben werden, da sich die Vögel immer noch unter strenger Quarantäne befinden.

10.02.2016, 08:16
red
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