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09.12.2016 - 15:30
Foto: Jack Tummers

114 Millionen Tiere werden jährlich transportiert

04.04.2016, 10:20

Die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" hat alarmierende Zahlen und Fakten zu Tiertransporten in Österreich zusammengetragen. Demnach werden pro Jahr mindestens 114 Millionen Tiere auf den heimischen Straßen transportiert, das sind 313.000 täglich. Dabei kritisiert die Tierschutzorganisation die zumeist katastrophalen Zustände bei Langstreckentransporten von lebenden Tieren in Europa , die sich leider auch in den letzten Jahren nicht verbessert haben.

In Österreich starten die "Vier Pfoten" nun eine entsprechende Online- Petition, die an die für Tierschutz zuständige Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser adressiert ist. Sie soll sich in Brüssel stärker für eine Änderung der EU- Tiertransportverordnung einsetzen. "Noch immer werden Millionen von Tieren jährlich quer durch Europa lebend transportiert. Dabei müssen sie auf engsten Raum  Angst und Stress, Hunger und Durst sowie extreme Temperaturen erleiden", sagt Indra Kley, Leiterin des Österreich- Büros der Organisation. "Viele verletzen sich beim Transport oder sterben sogar."

Langstreckentransporte sollen reduziert werden

Die Informationen über Österreich sind Teil einer internationalen Kampagne gegen Langstreckentransporte von Tieren in der EU, welche die "Vier Pfoten" vorletzte Woche gemeinsam mit der europäischen Tierschutz- Dachorganisation "Eurogroup for Animals" gestartet hat. Unter dem Namen #stopthetrucks fordern die Mitgliedsorganisationen von der EU- Kommission eine Überarbeitung der Tiertransportverordnung. Ziel ist es, Langstreckentransporte von lebenden Tieren zu reduzieren und langfristig zu beenden.

Österreicher sehen Schutz von Nutztieren als "wichtig"

"Wir appellieren mit unserer Petition in Österreich an das Gesundheitsministerium, den bestehenden Antrag von Deutschland, den Niederlanden und Dänemark auf Überarbeitung dieser Verordnung zu unterschreiben und öffentlich zu unterstützen", erklärt Kley. Österreich müsse in Brüssel aktiv Druck machen, damit die Missstände ein Ende haben. "Als  Tierschutz- Vorzeigeland sind wir in der Pflicht, uns konsequent für ein Ende von Langstreckentransporten einzusetzen", meint Kley. Es wäre jedenfalls im Sinn der Bevölkerung: Im aktuellen Eurobarometer haben 93 Prozent der Österreicher den Schutz von Nutztieren als "wichtig" bezeichnet.

Nur 1 Prozent der Kontrollen auf der Straße

Zwischen den EU Mitgliedsstaaten werden jährlich eine Milliarde Geflügel sowie 37 Millionen Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen und Pferde lebend grenzüberschreitend und in Drittstaaten als Exporte transportiert. Österreich ist bei Langstreckentransporten vor allem ein Transitland. Als Missstand bezeichnen die "Vier Pfoten" auch die mangelnde Kontrolle: Im Jahr 2014 wurden hierzulande insgesamt 140.085 Tiertransport- Kontrollen durchgeführt 1168 davon fanden "auf der Straße" statt, also lediglich 1 Prozent. Indra Kley: "Die Anzahl der Kontrollen vor allem auf der Straße muss erhöht werden, um auch bei langen Transitfahrten zumindest ein Minimum Tierschutz zu gewährleisten."

Das können Sie tun

Zur Reduzierung der Langstreckentransporte sollen laut der Expertin Strukturen geschaffen werden, mit denen Tiere so nahe wie möglich am Ort ihrer Geburt und Mast geschlachtet werden. Lebendtiertransporte müssen mit Fleischtransporten ersetzt werden. Falls doch lebende Tiere transportiert werden müssen, soll der Transport auf maximal acht Stunden befristet sein. Auch wenn die Entscheidung letztendlich bei der EU liegt, so kann der Einzelne schon jetzt einiges gegen Langstreckentransporte tun. Die "Vier Pfoten" haben hat für Verbraucher folgende Tipps zusammengestellt:


  • Durch Ihre Kauf- und Ernährungsgewohnheiten entscheiden Sie Tag für Tag, wie Tiere gehalten und behandelt werden. Setzen Sie ein Zeichen gegen Tiertransporte, indem Sie Fleisch und Produkte tierischen Ursprungs auch mal durch pflanzliche Alternativen ersetzen!
  • Wenn Sie Fleisch kaufen, achten Sie immer darauf, dass das Tier in Österreich geboren, gemästet und geschlachtet wurde, um Langstreckentransporte zu vermeiden.
  • Unterschreiben Sie die "Vier Pfoten"- Petition, um Langstreckentransporte von lebenden Tieren zu beenden: www.vier- pfoten.at/transport 

04.04.2016, 10:20
red
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