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03.12.2016 - 00:55

Wienerin holt Gold bei Polsterschlacht- WM in New York

18.05.2011, 12:07
Die Wienerin Gudrun Grondinger hat die Polsterschlacht-WM in New York für sich entschieden und Gold für Österreich geholt. Durchgesetzt hat sich die 24-Jährige der "Punching Polsters" gegen drei weitere Österreicherinnen, eine Schwedin, eine Japanerin und zwei Amerikanerinnen. Der Wettkampf wurde live via Webstream übertragen und von dem Boxexperten Sigi Bergmann kommentiert.

In der Finalrunde trafen die Polster von Kate Russel aus den USA und der Wienerin aufeinander. Grondinger konnte den Kampf für sich entscheiden, berichtete die "Austrian Pillow Fight League ".

Für Österreich waren bei der WM in New York vier Kämpferinnen am Start. Neben Weltmeisterin Gudrun Grondinger traten Maylin Kretzschmar und Nele Meier sowie die Staatsmeisterin 2010, Katharina Merkle, in den Ring, um ihren Gegnern den Polster um die Ohren zu hauen.

Die Skandinavistik- und Russisch- Studentin Grondinger war von ihrem Erfolg selbst nicht unbedingt ausgegangen: "Ich freue mich, dass ich gewonnen habe, aber es hat mich auch überrascht", sagte sie. In der ersten Runde schlug sie ihre einstige Lehrmeisterin, die Schwedin Helle Forslund. "Ja, sie zuerst zur Gegnerin zu haben, hat mich anfangs schon etwas schockiert. Vor Helle hatte ich den meisten Respekt. Aber ich habe das mit meiner Ausdauer und Technik hinbekommen", sagte die Weltmeisterin aus Wien- Währing.

Hart umkämpfter Titel

Im Semifinale warf Grondinger ihre Teamkollegin Maylin Kretzschmar aus dem Bewerb. In einer intensiv geführten Auseinandersetzung wurde Grondinger mit Fortdauer immer dominanter. Im zweiten Semifinale gewann Russel gegen die erst vor kurzem nach einem Aufruf von Sponsor Hervis zu den "Punching Polsters" gestoßene Katharine Merkle.

Grondinger über den Schlüssel zum Sieg im Finale: "Ich habe mir Russel bei den Kämpfen vorher gut angesehen. So habe ich bemerkt, dass sie ihre Haare nicht gut befestigt. Also habe ich viel auf den Kopf geschlagen, damit sich die Haare lösen, sie nichts sieht und ich so mehr Zeit habe. Außerdem habe ich gesehen, dass sie viel auf den Körper geht."

Für den Titel gab es einen 45 Zentimeter hohen goldfarbenen Pokal. Gefeiert wurde am Abend in New York nicht mehr viel: "Wir haben ein Bier getrunken, und das war's." Die große Siegesparty wird erst in Wien nachgeholt.

Intensive Vorbereitung auf den Kampf

Im Vorfeld wurde in Wien hart trainiert. Zweimal in der Woche trafen die Mitglieder des reinen Frauenteams "Punching Polsters" einander in den ehrwürdigen Räumlichkeiten der Boxunion Favoriten in der Quellenstraße, die seit 1935 dort residiert.

Für Gudrun Grondinger, an sich Yoga- Anhängerin, sei die Polsterschlacht genau der richtige Ausgleich, verriet sie vor wenigen Wochen: Aggressionsabbau, das Abfließenlassen der Energie nach außen hin. Warum dann Pillowfight und nicht Boxen? "Ich tu mir schwer, jemandem so richtig in die Fresse zu hauen. Und Frauen überhaupt, einen Mann könnte ich leichter schlagen."

Die Sache sieht durchaus anders als das kindliche Raufen mit den Eltern oder Freunden aus. "Trefferfläche sind der Kopf und der Torso, aber der Rücken zählt nicht", erklärte Nele Meier. Für korrekte Treffer bekommt man von zwei Kampfrichtern Punkte. Gekämpft wird nur eins gegen eins, bei Gleichstand entscheidet der Kampfstil.

Erlaubt sind sowohl ein- als auch zweihändig ausgeführte Schläge. Letztere sind allerdings nur zu empfehlen, wenn man die Widersacherin ziemlich in der Defensive hat. Dreht man der Gegnerin den Rücken zu, bringt das Punkteabzüge. Beim dritten Mal wird man aus dem Kampf genommen. Ein Pillowfight dauert zwei Runden zu jeweils zwei Minuten mit einer Minute Pause.

Pillowfight ist Frauendomäne

Warum nur Frauen am Pillowfight teilnehmen? "Ich glaube, Männer tun das als lächerlich ab", so Kretzschmar. Das habe sicher etwas mit dem Image der Polsterschlacht zu tun: In Kanada beispielsweise gebe es öffentliche Pillowfights, aber dort würden die Kämpferinnen eher knapp bekleidet vor johlenden Zuschauern auftreten. Das habe eher einen sexistischen Anstrich.

18.05.2011, 12:07
AG/red
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