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02.12.2016 - 22:02

Steirer spaziert in 3.770 Meter Höhe über Slackline

14.08.2011, 13:56
Die höchste jemals in Österreich gespannte Slackline - ein zweieinhalb Zentimeter breites und 45 Meter langes Gurtband - hat der Obersteirer Michael Kemeter am Großglockner bewältigt. In 3.770 Metern Höhe "spazierte" der 23-Jährige am Freitag bei Wind und Schneetreiben über die Pallavicini-Rinne.

Kemeter, der bei seiner Aktion über der etwa 800 Meter hohen Eisrinne von zwei Freunden unterstützt wurde, bezwang den höchsten Berg Österreichs auf der Slackline publicityträchtig oben ohne und auch ohne Schuhe.

Balanceakt klappte im ersten Anlauf

Nicht ohne Grund hatte sich der junge Obersteirer dazu entscheiden, mit Sicherung zu gehen. Zwar erfolgte der Start bei Sonnenschein, dann herrschte aber Wind von bis zu 30 km/h, der die Line zum Schwingen brachte.

Bei Nebel und zum Schluss auch noch bei starkem Schneefall, der gemeinsam mit den niedrigen Temperaturen die Slackline überdies leicht vereisen ließ, arbeitete sich Kemeter über zwei Minuten Schritt für Schritt zum Ziel vor. Das Unterfangen gelang im ersten Anlauf.

"Diese Highline zählt für mich sicher zu einer der schönsten weltweit. Es war für mich etwas Besonderes, der erste Mensch zu sein, der in diesen Sphären Spuren hinterlassen hat", so der Extremsportler.

Bereits sieben Weltrekorde aufgestellt

Erst vor einer Woche hatte Kemeter in seiner Heimat Steiermark den Grünen See auf einer 160- Meter- Line überquert und damit den Weltrekord im Waterslacklinen aufgestellt (siehe Infobox). "Ich wollte meine Projekte erledigen, bevor ich für einige Zeit zum Studieren und Sporteln in die USA gehe", meinte der 23- Jährige am Sonntag.

Kemeter stellte nach eigenen Angaben bereits sieben verschiedene Weltrekorde auf - unter anderem einen im "Highlinen" ohne Sicherung. Der Mürztaler entdeckte die Disziplin erst im Jahr 2009, übt sie mittlerweile aber professionell aus.

Gleichgewicht, Konzentration und Koordination

Beim Slacklinen handelt es sich um eine Trendsportart, dem Seiltanzen ähnlich, bei der man auf einem zwischen zwei festen Punkten gespannten Gurtband balanciert und auch Tricks wie Saltos, Kopfstände oder Jonglieren ausführen kann.

Man unterscheidet dabei mehrere Arten wie Waterlinen über Gewässern, Highlinen mit oder ohne Sicherung und das Longlinen, bei dem versucht wird, eine möglichst lange Distanz zu bewältigen. Die Anforderungen des "Slackens" an den Sportler bestehen im Zusammenspiel aus Balance, Konzentration und Koordination.

14.08.2011, 13:56
AG/red
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