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08.12.2016 - 05:20

Größter Mann der Welt hat's nicht leicht im Alltag

25.03.2008, 11:54
Als er letztes Jahr offiziell den Guiness-Buch-der-Rekorde-Eintrag als größter Mann der Welt zugesprochen bekam und den Chinesen Bao Xishun ab da auch offiziell um einige Zentimeter überragte, waren viele schockiert vom tristen Alltag von Leonid Stadnik, einem Ukrainer mit 2,57 Metern Körpergröße. Denn der 37-jährige Riese passt kaum in ein Auto, verlor wegen seiner Größe seinen Job als Viehhirte und muss in seinem alten Familienhaus in einer Armengegend leben, wo er kaum durch die Tür kommt. Aber die halbe Welt nahm sich seiner an - und jetzt hilft ihm sogar der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko.

Stadnik begann mit 14 zu wachsen, ganz plötzlich und schubartig nach einer Gehirnoperation. Sein Elternhaus wurde bald zu klein für ihn, doch für einen "Riesen- gerechten" Ausbau fehlte zu Hause das Geld.

Nachdem er auch noch seinen Job als Viehhirte auf einem Bauernhof verlor, weil er sich im Winter ohne geeignetes Schuhwerk (das es für ihn nicht gibt) Frostbeulen holte und ausfiel, wurde es finanziell immer knapper. Arbeit außerhalb des Dorfes ist auch nicht drin, denn es gibt nur einen Bus aus der bettelarmen Ortschaft 200 Kilometer vor Kiew, in den der über 200 Kilo schwere Mann nicht einmal einsteigen kann.

Per Internet Draht zur Außenwelt

Seit seinem Eintrag ins Rekordbuch hat sich aber vieles im Leben des ukrainischen Riesen geändert: Ein entfernter Verwandter lud ihn zu einem Ausflug nach Deutschland ein, ein ukrainischer Internetprovider schenkte ihm einen Computer und ließ eigens Leitungen in die kleine Ortschaft verlegen, damit Stadnik, der aus Mangel an geeigneten Transportmöglichkeiten (er hat nur ein Fahrrad, das die Bewohner des Ortes umgebaut und ihm geschenkt haben) nur selten das Dorf verlassen kann, wenigstens über das Internet einen Draht zur Außenwelt hat. Im Web hat er mittlerweile Freunde aus aller Welt, mit denen er dank eines Übersetzungsprogramms kommunizieren kann.

Jetzt hat der 37- Jährige auch die Aufmerksamkeit des ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko auf sich gezogen. Der Politiker stattete Stadnik mit zwei Maßanzügen aus und kündigte an, er werde sich um einen fahrbaren Untersatz für den ehemaligen Hirten, der sich mittlerweile sein eigenes Vieh kaufen konnte, kümmern. Eine Tankstelle soll es für Stadniks kleine Ortschaft dann auch geben.

Was sich Stadnik jetzt noch wünscht, kann ihm der Präsident allerdings nicht kaufen: eine Frau. "Ich weiß, dass sie da draußen ist", sagte der Riese bei einem Pressetermin mit Juschtschenko. Vielleicht hat er ja genauso viel Glück wie sein Vorgänger. Der etwas kleinere Chinese hat letztes Jahr geheiratet.

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