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08.12.2016 - 08:49

Gordon Ramsay will weiterfluchen

20.06.2008, 12:07
Der ins Visier des australischen Parlaments geratene TV-Koch Gordon Ramsay hat offenbar keine Lust, die Kraftausdrücke in seinen Sendungen zu reduzieren. "Sie können einfach umschalten, wenn Ihnen nicht passt, was Sie hören", ließ er durch den Sender Channel Nine, der seine beiden Kochshows "Hell's Kitchen" und "Kitchen Nightmares" (bei uns auf RTL 2) in Australien ausstrahlt, ausrichten. Am Freitag (Ortszeit) trat er bei einer BBC-Pressekonferenz auch öffentlich auf - und fluchte fröhlich weiter.

Ramsay präsentierte in Sydney ein neues Gourmet- Magazin der BBC und wurde natürlich auch auf die jüngsten Vorgänge im australischen Parlament angesprochen, wo einige Senatoren angesichts seiner Artikulation (in einer 40- minütigen Sendung benutzte er das Wort "F**k" ganze 80 Mal) ein neues Gesetz zur Begrenzung "unanständiger Sprache" im TV verlangten.

Ramsay stellte zu Beginn der Pressekonferenz ein Marmeladenglas auf den Tisch und sagte: "Das ist ein Schimpfwortglas, eine in Australien sehr beliebte Tradition. Wem ein Kraftausdruck entfleucht, der wirft hier Geld hinein." Dummerweise rutschte ihm das Glas aus der Hand und zerbrach beim Aufprall auf den Boden. "Oh shit, fuck me", zischte Ramsay - hörbar für alle - ins Mikro.

In dem Channel- Nine- Statement sagte er weiter: "Ich fluche ja nicht bewusst, die Trottel, mit denen ich manchmal arbeiten muss, provozieren mich regelrecht. In meiner Show ist es stressig, alles geht sehr schnell - und was mir am wichtigsten ist: Alles ist real." Channel Nine selbst wies darauf hin, dass Ramsays Flüche nicht immer negativ belastet sein müssten. Er gebrauche gewisse Kraftausdrücke auch, wenn ihm etwa eine Soße gut schmeckt. In einem Interview mit Reuters übte er aber auch Kritik an Channel Nine. Er habe nichts dagegen, wenn man seine Shows etwas "zurechtschneide", um sie fürs Nachmittagsprogramm zu adaptieren.

Senatoren wollen "Lex Ramsay"

Mit einer Flut unflätiger Flüche während seiner Show "Kitchen Nightmares", hatte es der Fernsehkoch bis ins australischen Parlament geschafft. Senator Cory Bernardi beschwerte sich darüber, das Ramsay allein in einer Folge ganze 80 Mal "das F- Wort" benutzt hat. "Und ich meine nicht das Wort Fondue", fügte der Politiker der Liberalen Partei im Plenum hinzu. Er gehört einem Senatsausschuss an, der sich mit unanständiger Sprache im Fernsehen befasst und dem Ramsay ein Dorn im Auge ist.

Laut der Ausschussvorsitzenden Anne McEwen hätten Stellungnahmen von Bürgern zu der Senatsuntersuchung gezeigt, dass sich die Fernsehzuschauer nicht allein über Ramsays ungehobelte Sprache aufregten. Auch die Art, wie Ramsay, der noch dazu Brite ist, seine Beleidigungen anbringe, stoße auf Ablehnung. So habe der Fernsehkoch mit Angestellten der Restaurants "auf missbräuchliche und aggressive Weise" gesprochen.

Die Leitlinien für den Gebrauch von Flüchen im Fernsehen müssen klarer formuliert werden, und ohnehin müsse die Regierung das staatliche Regulierungssystem überdenken, forderte der Senatsausschuss. Auch über ein technisches Kinderschutz- System bei allen australischen Digitalsendern solle diskutiert werden.

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