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03.12.2016 - 04:07
Video: YouTube.com

Fliegender Pater "am dümmsten" gestorben

17.02.2009, 10:54
Die alljährlich verliehenen Darwin Awards sind nicht unbedingt die begehrtesten Preise des Jahres, immerhin bedeutet bereits eine Nominierung für diese Auszeichnung, dass der Hauptakteur der Geschichte tot ist. Eine Internet-Jury prämiert dann die ihrer Meinung nach "dümmsten Todesfälle" des Jahres. 2008 trug der brasilianische Pater Adelir Antonio de Carli, der bei einem waghalsigen Weltrekordversuch mit Hunderten Helium-Ballons in der Luft verschollen ging (siehe Video) und auf tragische Art und Weise den Tod fand, den Sieg davon.

Pater Adelir Antonio de Carli schmiss sich im April 2008 in einen Neoprenanzug, packte Satellitentelefon und das GPS- Navi ein – und ließ sich von Hunderten mit Helium gefüllten Luftballons auf eine Reise durch die Lüfte tragen, die ihn über 750 Kilometer weit in die Großstadt Dourados führen hätte sollen. Nur: Nachdem er auf eine Höhe von 6.000 Metern gestiegen war, riss der Kontakt zu ihm ab. Vom Pater fehlte lange Zeit jede Spur, erst Anfang Juli fand die Küstenwache die sterblichen Überreste des Paters im Meer treibend.

Sportwagenliebhaber auf Platz zwei

Abgeschlagen auf Platz zwei landete ein Liebhaber von Sportautos aus Italien, der im Sommer mit seinem Porsche zwischen zwei Schranken auf einem Bahnübergang eingesperrt wurde. Als der Mann realisierte, dass ein Zug auf ihn und seinen Wagen zukam, sprang er aus dem Flitzer und rannte winkend auf den Zug zu - die Rettung seines geliebten Autos endete tödlich.

Wer andern eine Grube gräbt...

Zwei Spaßvögel aus den USA nahmen den dritten Rang in der Publikumsgunst ein: Auf dem Weg zu ihrem samstäglichen Besäufnis stellten die beiden Amerikaner bei einer Baustelle die Verkehrszeichen so um, dass sie vorbeikommende Pkw- Fahrer direkt in einen aufgegrabenen Straßenabschnitt lenkten. Vollgetankt mit Alkohol fielen die beiden dann sprichwörtlich in die Grube, die sie selbst gegraben hatten: Farmer fanden den von ihnen gelenkten Pickup am nächsten Tag im Straßengraben liegend, die beiden Männer waren durch den Aufprall sofort tot gewesen.

Umstrittene Preisverleihung

Natürlich sind die "Darwin Awards" nicht ganz unumstritten. In den 80er- Jahren als makabrer Scherz von Biologiestudenten erfunden, erlangten sie schnell Kultstatus und werden seit 1993 von Wendy Northcutt weltweit vermarktet. Neben der von ihr verwalteten Homepage (siehe Infobox) und einer Reihe Büchern gibt es bereits einen Film mit demselben Titel. 2006 feierte dieser prominent besetzte Streifen (unter anderem mit Winona Ryder und David Arquette in tragenden Rollen) seine Premiere.

Doch es gibt auch zahlreiche kritische Stimmen, die die Auszeichnung einfach nur pietätlos finden. So wurde die durch die Vermarktung der skurrilen Unfälle reich gewordene Northcutt wiederholt gebeten, die Beschreibungen der trotz aller unfreiwilligen Komik tragischen Schicksale wieder von ihrer Webseite zu tilgen. Doch die 45- Jährige weigert sich beharrlich und führt weiterhin Buch über die ihrer Meinung nach dümmsten Todesfälle.

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