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11.12.2016 - 11:29
Foto: Joerg Koch/dapd

Einbrecher vergaß, sich bei Facebook abzumelden

27.06.2014, 08:30
Eigentlich sollte man meinen, dass man als Einbrecher Besseres zu tun hat, als sich in fremden Häusern bei Facebook einzuloggen. Vor allem sollte man meinen, dass man schlau genug ist, sich anschließend aus seinem Online-Profil wieder auszuloggen. Der 26-jährige Nicholas Wig aus den USA war es nicht – ihm drohen jetzt bis zu zehn Jahre Haft und 20.000 US-Dollar Strafe.

Wig war in das Haus von James Wood in St. Paul, Minnesota, eingebrochen und hatte von dort mehrere Kreditkarten, Bargeld und eine Uhr entwendet, wie der Fernsehsender "CBS Minnesota"  berichtet. Sehr zur Überraschung des Hausbesitzers hatte der Einbrecher jedoch auch etwas zurückgelassen, nämlich ein Paar feuchte Turnschuhe, eine Hose und – wohl am besten von allem – seine Identität.

Wie Wood beim Kontrollgang durch sein Zuhause feststellte, hatte es sich der Einbrecher vor seinem Computer gemütlich gemacht, sich bei Facebook angemeldet und anschließend vergessen, sich wieder abzumelden. Wood nutzte also die Gelegenheit und wandte sich über dessen noch geöffnetes Profil an den Einbrecher. In einem Posting schrieb er ihm, Wig, dass er sein, also Woods, Haus ausgeraubt habe und veröffentlichte darunter seine Telefonnummer.

Der Einbrecher meldete sich wenig später per SMS bei seinem Opfer. "Ich antwortete ihm, dass er letzte Nacht ein paar Sachen in meinem Haus vergessen hat, und fragte ihn, wie ich ihm diese zukommen lassen könnte", schilderte Wood. Was der Bestohlene wohl nicht ahnte: Der Einbrecher ging tatsächlich auf die Anfrage ein und verabredete sich noch am selben Abend zu einem Treffen mit Wood.

Als Wig auftauchte, brauchte Wood schließlich nur noch die Polizei zu rufen, die den Einbrecher, die Uhr des Bestohlenen als Beweis am Handgelenk, festnahm. Ihm drohen im Falle einer Verurteilung nun bis zu zehn Jahre Haft und eine Geldstrafe von 20.000 US- Dollar. Wood nimmt es indes mit Humor: Er bezeichnete den Täter gegenüber CBS als "weltdümmsten Kriminellen".

Auch Bezirksrichter James Backstrom staunt über den Fall: "So etwas habe ich noch nicht erlebt. Es ist ein ziemlich ungewöhnlicher Fall, der es in Bezug auf die nicht allzu helle Vorgehensweise sogar ins Late- Night- Fernsehen schaffen könnte."

27.06.2014, 08:30
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