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04.12.2016 - 20:44

Ehepaar aus Florida ließ Labrador klonen

29.01.2009, 14:28
Ein zehn Wochen alter Labrador-Welpe, der von einer kalifornischen Firma in einem Labor in Südkorea geklont wurde, ist seinen Besitzern in den USA übergeben worden. Edgar und Nina Otto, ein Ehepaar aus Boca Raton in Florida, hatten 155.000 Dollar (117.000 Euro) für einen Klon ihres im Jänner 2008 gestorbenen Labradors Lancelot gezahlt. Wie die Zeitung "Miami Herald" berichtete, wohnt der Welpe Lancelot Encore nun in einem großen Haus auf einem weitläufigen Grundstück mit neun anderen Hunden, zehn Katzen und sechs Schafen.

"Wir sind so glücklich den kleinen Lancey endlich in unserer Familie zu haben", sagte Nina Otto laut einer Mitteilung der bei San Francisco ansässigen Firma BioArts International. "Sein Vorgänger hat uns sehr viel bedeutet. Wir sind total aus dem Häuschen". Der Betreiber des Klon- Dienstes, Lou Hawthorne, beschrieb den Welpen als "lebendigen kleinen Kerl". "Er knabbert alles an und stiehlt schon Sachen", scherzte der Kalifornier. Er geht davon aus, dass der Klonhund eine normale Lebensdauer von zwölf bis 13 Jahren haben wird, "vollkommen fruchtbar" ist und Nachwuchs zeugen kann.

Mehr Bilder vom süßen Labrador findest du in der Infobox!

Die Ottos waren eine von fünf Familien, die im vergangenen Juli im Rahmen einer Versteigerungsaktion der Klon- Firma als erste Empfänger ausgewählt wurden. Ihr Labrador Lancelot war zu dieser Zeit bereits tot, aber das Ehepaar hatte Genmaterial des Tieres auf Eis legen lassen. Im Oktober wurde die geklonte Eizelle einer Hunde- Leihmutter in Südkorea eingepflanzt, das Klon- Hündchen kam am 18. November zur Welt.

Die Klon- Idee kam Hawthorne 1997, als das Schaf Dolly als erste genetische Kopie eines Säugertiers Furore machte. Er erwarb von dem Dolly- Team die weltweite Lizenz für das Klonen von Hunden und Katzen. 2004 machte Hawthornes damalige Biotech- Firma Genetic Savings and Clone Schlagzeilen, als erstmals Kätzchen auf Bestellung geklont und für 50.000 Dollar verkauft wurden. Zwei Jahre später machte das Unternehmen allerdings dicht, weil das Verfahren wirtschaftlich unrentabel war. Der südkoreanische Tiermediziner Hwang Woo Suk hatte im August 2005 erstmals eine Kopie eines lebenden Hundes vorgestellt - einen Windhund namens Snuppy. In dem Labor in Südkorea will das kalifornische Unternehmen alle weiteren Klon- Projekte in Auftrag geben.

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