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03.12.2016 - 21:55

Designer entwirft schusssichere Mode

15.09.2008, 12:18
Miguel Caballero (Bild) macht ein gutes Geschäft mit der Angst. Der kolumbianische Schneider stellt schusssichere Kleidung her, die weit über Südamerika hinaus der letzte Schrei ist. Zu seiner Kundschaft zählen unter anderem ein spanischer Anti-Terror-Richter, Spaniens Prinzenpaar Felipe und Letizia sowie US-Schauspieler Steven Seagal. Sogar der kolumbianische Präsident Alvaro Uribe vertraut auf die Kleider von Caballero. Der Designer wird bereits "Armani der schusssicheren Mode" genannt.

Caballero stellt keine schweren Panzerjacken her, sondern schicke und elegante Mode. Das Besondere: Dank der verborgenen elastischen Einlagen im Futter ist den Kleidern die Panzerung nicht anzusehen und sie wiegen nicht mehr als normale Designerteile.

"High Security Fashion" als letzter Schrei

Im exklusiven Palanco- Viertel in Mexiko- Stadt gilt Caballeros Boutique für "High Security Fashion" als der letzte Schrei. Laut einer Studie geben Privatleute und Unternehmen im Jahr umgerechnet 12,5 Milliarden Euro für ihre Sicherheit aus. In dieser Summe enthalten sind gepanzerte Fahrzeuge, Bodyguards, Peilsender und anderes. Kein Wunder: Immerhin greift in den Städten des Landes die Gewalt der Drogenbanden um sich, mit unzähligen Toten und Verletzten.

Seit Mexikos konservativer Präsident Felipe Calderón eine Offensive gegen Rauschgifthändler startete und dazu landesweit mehr als 36.000 Soldaten und Polizisten stationierte, hat die Gewalt noch zugenommen. Allein dem mit aller Härte ausgetragenen Konflikt zwischen rivalisierenden Drogenkartellen fielen seit Jahresbeginn mehr als 2.700 Menschen zum Opfer. Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie werden in Mexiko inzwischen mehr Menschen als in Kolumbien und im Irak entführt.

Zweigstelle in London

Von dem wachsenden Sicherheitsbedürfnis profitieren Unternehmen wie das von Caballero. Seine Kundendatei wächst von Tag zu Tag. Erst in diesem Sommer eröffnete er eine Boutique im Londoner Luxus- Kaufhaus Harrods. "Privatleute kaufen unsere Kleidungsstücke weniger aus einem Gefühl tatsächlicher Bedrohung, sondern mehr wegen des Bedürfnisses, für alle Fälle gewappnet zu sein", sagt Caballeros Marketing- Manager Javier Di Carlo.

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