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09.12.2016 - 00:16
Foto: APA/STEFANIE TRINKL / Video: apa

Burgenländer fährt 760 Kilometer mit dem Einrad

22.09.2009, 13:34
Der Jakobsweg in Spanien, ein alter Pilgerweg, der zum Grab des Apostels Jakob in Santiago de Compostela führt, zieht jährlich Tausende Wanderer in seinen Bann. Ein nicht alltägliches Fortbewegungsmittel hat der Burgenländer Georg Dujmovits für seine Reise gewählt: Der Bruder von Snowboarderin Julia Dujmovits legte im August die rund 760 Kilometer lange Strecke von Pamplona bis Santiago de Compostela in 18 Tagen auf dem Einrad zurück.

In der Vorbereitung auf die große Tour fuhr der Südburgenländer täglich maximal 30 bis 40 Kilometer auf dem Einrad. Es sei "ähnlich wie bei einem Marathon", wo man auch nicht im Training die volle Distanz laufe, schilderte Dujmovits.

Auf der Strecke in Spanien wurden dann vor allem die Gelenke "sehr stark beansprucht". Im Gelände sei es auch enorm schwierig, die Balance zu halten. Der 23- Jährige, der von seiner Freundin mit dem Mountainbike begleitet wurde, war mit einem speziellen Einrad mit 29 Zoll Durchmesser und breiten Geländereifen unterwegs.

"Man muss immer zu 100 Prozent konzentriert sein"

Zu 90 Prozent führte die Strecke über Feld- und Schotterwege, die manchmal schon eher einer Geröllhalde ähnelten. Der Untergrund war schwierig zu befahren. Hin und wieder habe er das Rad auch tragen müssen, wenn es nicht anders ging. Anstrengend sei für ihn das lange Sitzen im Sattel - teilweise bis zu zehn Stunden - gewesen: "Das macht einen schon müde auf Dauer." Anders als beim Radfahren könne man sich auch nicht bergab ausrasten, sondern müsse immer zu 100 Prozent konzentriert sein, schilderte Dujmovits. Dafür sei er mit der wunderschönen Landschaft belohnt worden.

Eine besondere Herausforderung stellten die Pässe dar. Insgesamt bewältigte Dujmovits auf seiner Fahrt rund 9.000 Höhenmeter. Am härtesten, auch wegen der Hitze, sei für ihn die Etappe nach O Cebreiro (1.250 Meter Seehöhe) gewesen. Dabei musste er auch noch umkehren, nachdem er vom Weg abgekommen war.

"Wir haben uns sehr bemüht, den Originalweg zu fahren", so der Südburgenländer. Zu 90 bis 95 Prozent sei er auch am Fußweg unterwegs gewesen, das sei anstrengender als eine Alternativroute auf der Straße. "Wenn man den Jakobsweg macht, dann will man irgendwie auch den Originalweg machen."

Strecke wie vom Bodensee zum Neusiedler See

Im Schnitt habe er täglich eine Kilometerleistung ähnlich wie ein Radfahrer absolviert, so Dujmovits. Allerdings saß er viel länger im Sattel seines Einrades. Die Reaktionen von Menschen, denen er begegnete, seien "schon ziemlich interessant" gewesen: "Einige waren echt beeindruckt", das habe ihm Motivation gegeben. Die zurückgelegte Strecke sei vergleichbar mit der Entfernung vom Neusiedler See zum Bodensee, samt Fahrt über die Alpen, "vielleicht nur nicht ganz so hoch". Interessant wäre für ihn auch, vielleicht einmal mit dem Einrad durch Neuseeland zu fahren, meinte der Burgenländer.

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