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06.12.2016 - 05:35
Foto: EPA

Australien: Gericht spricht gefräßige Ziege Gary frei

23.01.2013, 16:17
Delikt: unerlaubtes Fressen von Blumen. Tatort: das Museum für Zeitgenössische Kunst in Sydney. Täter: Gary, die Ziege eines australischen Comedians. Strafe: 440 Australische Dollar (knapp 350 Euro). Die Ziege und ihr Halter legten vor Gericht Einspruch ein – und bekamen Recht.

Gary hatte laut einem Bericht des britischen Senders Sky News vor dem Museum für Zeitgenössische Kunst in der australischen Metropole Sydney seinen Hunger gestillt. Dabei musste ein Blumenbeet dran glauben – vor den Augen eines Polizisten, der Anzeige erstattete. Garys Herrchen, der australische Comedian James Dezarnaulds, wurde in erster Instanz zu einer Strafe von 440 Australischen Dollar (348 Euro) verdonnert.

Das ließ sich der Mann, der sich auch Jimbo Bazoobi nennt, nicht gefallen, berichtete Sky. Er organisierte einen Rechtsanwalt und beeinspruchte die Geldstrafe. Verteidigungslinie: Die Anschuldigungen seien formal falsch gewesen, weil sie sich an eine Person, nicht an den tierischen Übeltäter richteten. Damit sollte sich Anwalt Paul McGirr schließlich durchsetzen.

Gary gewinnt Berufung, Strafe vom Tisch

Bei der Berufungsverhandlung schilderte Richterin Carolyn Barkell erneut, wie Gary sich an den Blumen vor dem Museum zu schaffen gemacht hatte, als die Polizei eintraf. "Ich stelle fest, dass er Gartenpflanzen gegessen hat", sagte Barkell. Aber: Es gebe keine Hinweise, dass Herrchen Bazoobi seine Ziege mit dem Vorsatz zum Beet geführt hatte, die Blumen mutwillig zu zerstören. Damit unterstützte die Richterin die Darstellung von Bazoobis Anwalt, der es als nicht erwiesen ansah, dass sein Klient böse Absichten hatte. "Wir wissen nicht, was er der Ziege ins Ohr geflüstert haben könnte", sagte McGirr.

Nach dem Urteil, das Gary laut Augenzeugen nervös vor dem Gerichtsgebäude abwartete, zeigte sich Bazoobi erleichtert: "Garys Ruf ist nun von der üblen Nachrede befreit. Ich möchte allen danken, die uns im Verfahren begleitet haben", sagte der Komiker. Und weiter: "Gary, die Ziege, hat den Cops eine wertvolle Lektion erteilt: Beiß nicht mehr ab, als du kauen kannst."

Auch Anwalt McGirr war mit dem Richterspruch zufrieden, äußerte aber auch Kritik, dass es überhaupt so weit kommen musste: "Stellen Sie sich vor, wie viel Steuergeld verschwendet wurde bei der Verfolgung einer Person, weil eine Ziege ein bisschen Gras gefressen hat. Ich bin der Ansicht, dass die Polizei da draußen richtige Polizeiarbeit leisten soll. Mich würde interessieren, was andere, hart arbeitende Polizisten darüber denken, wenn ihr Kollege einem Mann, dessen Ziege sich labt, einen Strafzettel ausstellt", sagte McGirr nach der Verhandlung.

Für eine Kiste Bier

Bazoobi, der Gary nach eigenen Angaben vor etwa einem Jahr für eine Kiste Bier gekauft hatte, wurde die Strafe vollständig erlassen. Die Prozesskosten muss er allerdings selbst tragen. Gary war nicht vorgeladen worden. Er hat dem Bericht zufolge nach dem befreienden Urteil keinen Kommentar abgegeben.

23.01.2013, 16:17
red
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