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25.01.2017 - 01:53
Foto: © [2008] JupiterImages Corporation

Ärzte finden kleines Bäumchen in Lunge

16.04.2009, 11:42
Schmerzen in der Brust, Atembeschwerden und Bluthusten – Bei solchen Symptomen muss man wahrlich kein Genie sein, um zu erkennen, dass man nicht ganz gesund ist. Der 28-jährige Artyom Sidorkin befürchtete von daher das Schlimmste, als sich die Ärzte dazu entschlossen, den ihrer Meinung nach in seiner Lunge wuchernden Tumor zu beseitigen. Doch was das Chirurgenteam um Wladimir Kamaschew im Krebszentrum Ischewsk (russische Teilrepublik Udmurtien) dann bei der Operation vorfanden, überraschte alle: In der Lunge von Sidorkin hatte ein kleines Tannenbäumchen Wurzeln geschlagen!

"Wir waren 100- prozentig sicher, dass es ein Tumor sein müsste. Wir hatten Röntgenaufnahmen und was wir gesehen haben, sah exakt wie ein Tumor aus, wie ich ihn schon hundert Mal zuvor gesehen hatte", so Kamaschew. Daher habe man sich umgehend zur Operation entschlossen, um dem jungen Mann das Leben zu retten.

Rätselhafter Baumwuchs

Geschafft hat man das durch den Eingriff ja auch wirklich, nur rechnete eben niemand damit, anstatt eines Krebsgeschwürs ein gesundes Tannenbäumchen vorzufinden. Denn eigentlich dürfte eine Pflanze unter diesen Umständen gar nicht wachsen, fehlt es doch im menschlichen Körper am notwendigen Licht. Eingehandelt dürfte sich Sidorkin die kleine Tanne vor einigen Jahren durch das versehentliche Einatmen eines Samens haben.

Chirurg: "Ich dachte, ich würde halluzinieren"

Kamaschew zuckte in dem Moment jedenfalls zusammen, als er das in der Lunge verwurzelte Bäumchen entdeckte: "Ich dachte zunächst, ich würde halluzinieren. Ich musste drei Mal blinzeln, bevor ich mir sicher war." Die Lunge seines Patienten konnte der Chirurg jedoch nicht retten, sie musste zu einem großen Teil entfernt werden.

Sidorkin: "Froh, dass es kein Krebs war"

Doch auch mit nur einem völlig intakten Lungenflügel lässt es sich leben. Daher macht Sirodkin diese Halbierung seines Lungenvolumens nicht gar so viel aus: "Ich muss zugeben, dass ich niemals den Eindruck hatte, dass da ein Fremdkörper in mir sein könnte. Alles in allem bin ich einfach nur froh, dass es kein Krebs war."

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