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26.09.2017 - 19:30
VP-Bürgermeister Kalcher will um die Schule im Ortsteil Laßnitz kämpfen
Foto: Heinz Weeber

"Wir kämpfen für unsere Volksschule"

13.01.2017, 07:00

Sechs kleine steirische Volksschulen mit weniger als 20 Schülern sollen im Sommer gegen ihren Willen geschlossen werden (siehe Bericht hier ), zwei weitere Schließungen wurden vom jeweiligen Gemeinderat freiwillig beschlossen. In einigen betroffenen Orten wie St. Blasen hat man resigniert und sich mit dem Aus für die Schule abgefunden. Anders Laßnitz bei Murau: Hier möchte man das Aus nicht hinnehmen und kämpfen.

Wer Muraus Bürgermeister Thomas Kalcher fragt, was für den Fortbestand der kleinen Schule im Ortsteil Laßnitz spricht, der braucht einige Minuten lang nur zuzuhören - denn aus Kalcher sprudelt es nur so heraus. Da wäre die Distanz zur nächstgelegenen Schule in Murau ("einige Kinder, die etwas abgelegen leben, wären 50 Minuten unterwegs"), die jüngst getätigten Investitionen in das Gebäude um 277.000 Euro, aber auch die Prognose, wonach Laßnitz ab 2020 wieder die geforderte Mindestzahl von 20 Schülern erreichen würde.

Als nächstes droht Aus für Kindergarten

Derzeit sind es aber nur 15, ab Herbst gar nur mehr 13 Kinder - das Land hat daher wie für die kleinen Volksschulen Etmißl, Augraben, Falkenstein, St. Blasen und St. Johann am Tauern ein Schließungsverfahren eingeleitet. "Der Bescheid muss aber erst ausgestellt werden. Wir haben Parteienstellung und könnten ihn beeinspruchen", zeigt sich Kalcher kämpferisch.

Sollte all das nichts nutzen, befürchtet er einen "Dominoeffekt": "Es wäre wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch der Kindergarten zusperrt. Dann bliebe nicht mehr viel übrig, das gesellschaftliche Leben würde leiden."

Autistischer Sohn "mit offenen Armen aufgenommen"

Enttäuschung herrscht auch im Fischbacher Ortsteil Falkenstein. In einem Brief schreibt Familie Steinbrenner, dass ihr autistischer Sohn derzeit die dritte Klasse besucht und "mit offenen Armen aufgenommen wurde". Die Schule stelle eine unglaubliche Bereicherung dar. Das wollte man der Landesregierung darlegen, habe aber keinen Termin erhalten…

Jakob Traby, Kronen Zeitung

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