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23.05.2017 - 19:55
Schneemassen unter anderem in Mariazell...
Foto: Josef Kuss

Wetterchaos in der ganzen Steiermark

20.04.2017, 21:49

Sturm und Kälte im Süden, Schneechaos im Norden - die Einsatzkräfte waren in der ganzen Steiermark gefordert! Eineinhalb Meter Schnee hat es etwa in Mariazell geschneit, jetzt herrscht höchste Lawinengefahr. Und auch die heimischen Bauern zittern um ihre Ernte! Sie kämpfen mit Feuer und Folien gegen Frostschäden.

Eineinhalb Meter Schnee in Mariazell waren nur die Spitze des Eisbergs. Feuerwehr und Rettung müssen dort derzeit gemeinsam ausrücken, weil viele Häuser nur unter großem Aufwand zugänglich sind. Generell herrschte in den nördlichen Teilen des Landes Schneechaos: So musste etwa das Rote Kreuz am Mittwoch um 23.30 Uhr auf die Südautobahn zum Wechselabschnitt ausrücken - nach einem Unfall kam der Verkehr zum Erliegen. Die Menschen harrten in den Fahrzeugen aus, wurden von den Helfern mit Tee und Decken versorgt, ehe es um 2.30 Uhr weiterging.

Aber auch der Sturm forderte den Einsatzkräften einiges ab: In Graz etwa stand die Berufsfeuerwehr am Mittwoch pausenlos im Einsatz, Bäume und Plakatwände stürzten auf Straßen.

Die Bauern zittern

Schlaflose Nächte haben auch die heimischen Bauern: "Der viele Wind und die Wolken haben uns in der Nacht auf Donnerstag noch vor dem Frost gerettet", erklärt Rupert Gsöls, Sprecher der steirischen Obstbauern. Doch die Nacht auf Freitag ist meist windstill und klar - und damit für die Bauern besonders heikel.

Einige kämpften mit Frostschutzberegnung und Rauchfeuern gegen die Kälte an, andere haben noch den Rasen gemäht, weil die Erde so besser Wärme abstrahlen kann. Bei Steinobst wurden Paraffinkerzen in die Bäume gehängt - vielerorts waren die Kerzen ausverkauft.

Auf Schloss Gamlitz hatten am Donnerstag noch 50 Freiwillige geholfen, Noppenfolien um die frischen Weintriebe zu wickeln: "Ich bin den Helfern dankbar. Ob es hilft, werden wir erst herausfinden", sagt Weinbauer Arnold Melcher.

Höchste Lawinengefahr

Wegen Lawinengefahr waren am Donnerstag 80 Menschen in Hinterwildalpen von der Außenwelt abgeschnitten. ZAMG- Meteorologen waren sogar mit Hubschraubern unterwegs, um die Lage einzuschätzen. Gestern herrschte die höchste Warnstufe fünf! "Vor Skitouren rate ich ab!", warnt Alexander Podesser. Erst am Sonntag steigen die Temperaturen.

Monika Krisper und Christoph Hartner, Kronen Zeitung

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