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20.07.2017 - 20:43
Noch wälzen sich die Autokolonnen über die Bundesstraße durch die Gemeinde Unzmarkt-Frauenburg.
Foto: Jakob Traby

Verkehrslawine durch Unzmarkt ist bald Geschichte

18.03.2017, 16:20

Vor Jahrzehnten war er Lkw- Fahrer, jetzt ist Klaus Schierhackl Asfinag- Vorstand: "Damals hab’ ich mir schon gedacht: Unzmarkt ist geteilt wie Berlin." Dort ist die Mauer längst gefallen, im Herbst 2020 ist auch die Trennung in Unzmarkt- Frauenburg (Bezirk Murtal) Geschichte - dank einer neuen, 950 Meter langen Unterflurtrasse. Am Samstag erfolgte der Spatenstich.

Wenn der Bürgermeister von einem historischen Tag spricht, die Landesspitze und der Asfinag- Vorstand geballt eine kleine steirische Gemeinde besuchen und die Bevölkerung kräftigen Applaus spendet, dann muss etwas Besonders passieren.

Nach jahrzehntelangem Warten gibt es für Unzmarkt- Frauenburg endlich eine Verkehrslösung - und sie ist nicht gerade klein ausgefallen. Der Bau einer knapp einen Kilometer langen Unterflurtrasse entlastet den Ort vom Verkehr, insgesamt wird ein sechs Kilometer langes Teilstück der B 317 (von St. Georgen beginnend) zur S 36 mit zwei Fahrspuren je Richtung und Vignettenpflicht ausgebaut. Dabei wird in Unzmarkt sogar die Mur ein wenig verlegt. Die Asfinag investiert insgesamt 160 Millionen Euro!

Der getrennte Ort wächst wieder zusammen

Für die Gemeinde gibt es einige angenehme Nebeneffekte, wie VP- Bürgermeister Eberhard Wallner berichtet: Die Stromleitung wird erdverkabelt, der Bach im Ort ausgebaut, das Kanal- und Wassernetz zum Teil erneuert. Vor allem aber: "Der durch die Straße getrennte Ort wächst wieder zusammen!"

Ein ähnlicher Effekt zeigt sich bereits in St. Georgen ob Judenburg, wo Ende 2015 eine Unterflurtrasse (als erster Teil der verlängerten S 36) eröffnet wurde. "Vor allem im Sommer sind Ruhe und neue Lebensqualität im Ort bemerkbar gewesen", berichtet VP- Bürgermeister Hermann Hartleb.

Für letztes Teilstück ist Geduld gefragt

Laut SP- Verkehrsminister Jörg Leichtfried soll durch die S 36- Verlängerung zwar die Verkehrssicherheit gehoben werden, aber gleichzeitig keine neue Transitroute im Oberen Murtal entstehen. Die Gefahr besteht ohnehin noch länger nicht: Das Teilstück zwischen Judenburg und St. Georgen wird ja frühestens ab 2023 ausgebaut…

Jakob Traby, Kronen Zeitung

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