Rot- Dunkelrot- Blau- Orange für Nagl

02.02.2017, 14:36
Kunterbunte Unterstützungs-Phalanx vor der Wahl für schwarzen Siegfried Nagl!
Foto: Kronenzeitung

Sowas hat es auch noch nicht gegeben, jedenfalls nicht in Graz: Gleich vier (!) ehemalige Grazer Spitzenpolitiker outen sich jetzt als Wähler von VP- Bürgermeister Siegfried Nagl. Das Besondere daran: Sie sind keine Schwarzen!

Über den Sinneswandel des ehemaligen Klubobmanns und Stadtrats der SP- Graz, Michael Grossmann, haben wir ja schon ausführlich berichtet er bricht mit seinen Genossen und setzt auf Siegfried Nagl.

KPler wählt Nagl

Ihm gleich tut es Sepp Schmalhardt - er war langjähriger Klubobmann der Kommunisten im Grazer Gemeinderat.

Schmalhardt ärgert sich heutzutage maßlos über das "Kraftwerkstheater" der KP. Die Kommunisten und Elke Kahr, schimpft Schmalhardt, ließen sich von den Kraftwerksgegnern und deren weltfremden Argumenten instrumentalisieren. Schmalhardt versteht seine "Kummerln" darum nicht mehr: "Ich wähle diesmal Nagl. Das Murkraftwerk ist ein richtiges und wichtiges Projekt."

Er war einer der schärfsten Nagl- Kritiker, Gerald Grosz, einst BZÖ- Frontmann und viele Jahre im Grazer Gemeinderat vertreten. Diesmal wählt auch Grosz den schwarzen Nagl.

"Eines Stadtvaters würdig"

Grosz erklärt seinen völligen Sinneswandel so: "Nagl hat in den vergangenen Jahren ganz massiv an Format gewonnen. Allein sein Verhalten nach der Amokfahrt in Graz war souverän und eines Stadtvaters würdig. Außerdem muss man wirklich neidlos anerkennen, dass Nagl Graz zu einer attraktiven Großstadt ausgebaut hat. Nagl und ich gehören der politischen Mitte an."

Die politische Mitte, die Nagl in diesem Wahlkampf offensiv vertritt, ist es auch, die die langjährige ehemalige blaue Grazer Stadträtin Maxie Uray- Frick ihr Kreuzerl am kommenden Sonntag bei Nagl und der VP machen lässt.

Es ist schon eine erstaunlich bunte Phalanx aus Roten, Blauen, Kommunisten und Orangen, die sich wenige Tage vor der Graz- Wahl hinter Nagl scharen. Sicher nicht zum Schaden des Bürgermeister.

Gerald Richter, Kronen Zeitung