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09.12.2016 - 00:33
Foto: APA/GEORG HOCHMUTH

Was wäre der Ball der Bälle ohne Lugners Gäste?

10.01.2016, 06:00

Am 4. Februar wird in der Staatsoper wieder gewalzt und gefeiert. Doch der Wiener Opernball wäre nicht derselbe ohne Baumeister Richard Lugner. Seit mehr als 20 Jahren versucht er sich mit mehr oder weniger prominenten Persönlichkeiten im Blitzlichtgewitter in Szene zu setzen.

2016 ist Brooke Shields Gast beim Opernball. Lugner selbst hat Sophia Loren zu seinem Lieblingsgast erkoren. Pamela Anderson, Kim Kardashian oder Paris Hilton konnten bei ihm eher kein Leiberl gewinnen - Gast Elisabetta Canalis hingegen schon. Der entschlüpfte im Vorjahr beim Tänzchen mit dem Society- Zampano eine Brust und sorgte so für den wohl schönsten Nippelblitzer aller Opernball- Zeiten.

Video: Hier blitzt ihr Busen hervor

Als skandalös empfand so mancher die Einladung von Berlusconi- Callgirl Ruby Rubacuori im Jahr 2011.

Karima El-Marough alias Ruby Rubacuore und Larry Hagman 2011
Foto: APA

Den Höhepunkt der Chronique scandaleuse kann die Sängerin Grace Jones für sich beanspruchen, die 1996 hinter einem Vorhang in der Loge Lugners ihre fleischliche Lust mit einem jungen Liebhaber stillte. "Das war akustisch klar wahrnehmbar", bestätigte der Baumeister.

1996 wirbelte Grace Jones durchs Opernhaus.
Foto: APA

Der Premierengast war 1992 der "sehr problemlose" Harry Belafonte. "Damals fast ohne mediale Aufmerksamkeit", sagte Lugner. Mit Joan Collins im Jahr 1993 wurde alles anders. "Sie war sehr professionell - und eiskalt", erinnerte sich Lugner.

Opernball 1993: Joan Collins war da.
Foto: Viennareport

1994 kam Ivana Trump.

Wiener Opernball 1994: Ivana Trump
Foto: Viennareport

Sophia Loren im Jahr 1995 war Lugners dezidierter Lieblingsgast.

1995: Sophia Loren als Stargast am Wiener Opernball
Foto: Viennareport

"Sie war halt eine echte Dame", schwärmte der Society- Löwe. Bleibenden Eindruck hinterließ auch ihr "riesiges Dekolleté" (Lugner). Besonders, als ihr in der Loge des Bundespräsidenten jemand auf das Kleid stieg und der Inhalt desselben in seiner ganzen Pracht fast herausgesprungen wäre. "Da war sie schon angefressen."

Die Herzogin von York, Sarah Ferguson, 1997 in Lugners Loge
Foto: APA/Gindl Barbara

In die internationalen Schlagzeilen gelangte Lugner 1997 mit Sarah "Förtschi" Ferguson, der Herzogin von York. Nach der Bildung der FPÖ- ÖVP- Regierung im Jahr 2000 liefen dem Baumeister die potenziellen "Ballspenden" gleich in Scharen davon.

Nadja Abdel Farrag, Christine Lugner und Jacqueline Bisset 2000
Foto: APA

Claudia Cardinale wollte plötzlich ebenso wenig an seiner Seite die Veranstaltung besuchen wie Catherine Deneuve. "Ich hatte zeitweise Angst, ganz ohne Gast dazustehen", sagte Lugner. Zu guter Letzt hatte der Baumeister aber dann gleich zwei Gäste. Jacqueline Bisset entschloss sich, nachdem sie mehrmals auf dem Weg zum Flughafen wieder umgedreht hatte, doch noch dazu, nach Wien zu fliegen. Und Nadja Abd el Farrag hatte von Anfang an wenig Zicken gemacht.

Anderson und Hilton sorgten für Tumulte

Die größten Coups des Baumeisters waren aber zweifellos Pamela Anderson (2003) und Paris Hilton (2007).

Opernball 2003: Mit Pamela Anderson auf der Feststiege
Foto: Guenter R. Artinger

Anderson, die mit ihrem damaligen Freund Kid Rock in die Oper gekommen war, gab sich zwar sehr zahm, einen Rüffel von der damaligen Organisatorin Elisabeth Gürtler setzte es dennoch.

Wiener Opernball 2007: Paris Hilton vor der Staatsoper im Blitzlichtgewitter
Foto: APA/Robert Jaeger

Paris Hilton konnte sich trotz Bodyguards keinen einzigen Schritt in der Oper bewegen, ohne dass sich zahlreiche Kamerateams und Fotografen ohne Rücksicht auf Verluste auf sie stürzten. "Oh mein Gott, sie wollen uns töten", stöhnte Hilton- Mutter Kathy.

Ebenfalls einmal bei Lugner samt Entourage zu Gast waren in den vergangenen Jahren eine durchaus desperate Nicolette Sheridan, Ex- Spice- Girl Geri Halliwell, Andersons "Baywatch"- Kollegin Carmen Electra, Burlesque- Star Dita Von Teese und Hollywood- Star Andie MacDowell.

"Albtraum" Opernball

Lindsay Lohan hätte auch einmal kommen sollen. Tat sie aber nicht. Nachdem die skandalträchtige US- Schauspielerin letztlich ihren Besuch platzen ließ, sprang kurzfristig Dieter Bohlen ein. Das Pech in der Stargastsuche nahm auch danach kein Ende. Bo Derek war angekündigt, wurde aber kurzfristig durch "Ruby Rubacuore" Karima el- Mahroug ersetzt, da Derek angeblich zu viel Gage verlangt hatte.

2010: Dieter Bohlen im Kreise des erweiterten Lugner-Klans.
Foto: APA

Doch nicht nur für Lugner geriet der Ball der Bälle durch Absagen zum "Albtraum", auch seinen Gästen ward so manches Mal ganz anders. Besonders Kim Kardashian soll sich lange nicht von ihrem Engagement erholt haben. Ihre Erlebnisse verarbeitete sie in ihrer TV- Show "Keeping Up with the Kardashians".

Opernball 2014: Richard Lugner beschert Kim Kardashian einen "Albtraum".
Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER

"Ein echter Albtraum, es war so rassistisch", erklärte sie dort. Besonders geschockt hatte Kardashian offenbar der Auftritt von Oliver Pocher, der mit einem schwarz angemalten Gesicht wohl den Ehemann des It- Girls, Star- Rapper Kanye- West, parodieren wollte. In den USA gilt dieses sogenannte Blackfacing als rassistischer Affront. Bis zum Opernball habe Kardashian die Klagen ihres Ehemanns über den allgegenwärtigen Rassismus nicht geglaubt, "doch es selbst zu erleben, hat mir wirklich die Augen geöffnet".

Video: Als Richard Lugner grantig war am Opernball

Video: krone.tv

10.01.2016, 06:00
AG/pfs
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