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25.04.2017 - 04:47
Foto: YouTube.com, AFP/VALERY HACHE

Warum uns die Trennung von Brangelina so nahegeht

22.09.2016, 09:41

Egal, ob die Scheidung von Angelina Jolie und Brad Pitt Sie zu Tränen gerührt oder zum lachen gebracht hat, es gibt einen Grund, warum uns die Trennung des Jahres so bewegt. Britische Psychologen haben jetzt nämlich herausgefunden, dass ein Phänomen namens "Parasoziale Interaktion" dafür verantwortlich ist, dass wir uns mit den Promis so stark verbunden fühlen.

Eine parasoziale Interaktion tritt oft in Zusammenhang mit Prominenten auf. Psychologen fanden demnach heraus, dass sich Fans dann um ihre Idole sorgen, sich in sie hineinfühlen und mit ihnen leiden, obwohl sie diese meistens ja nicht persönlich, sondern nur aus den Medien kennen. Eine solche "Vertrautheit auf Abstand" beruht freilich nicht auf Gegenseitigkeit. Im Gegenteil: Eine Seite - also zum Beispiel Brangelina - ist immer völlig ahnungslos, dass es die andere überhaupt gibt.

Angelina Jolie und Brad Pitt
Foto: AFP

Studie aus dem Jahr 1956

Das Phänomen ist nicht neu. Bereits im Jahr 1956 haben Donald Horton und Richard Wohl das Konzept der sozialen Interaktion, die zum Beispiel beim Gebet zu Gott auftritt, auf die Mediensituation übertragen. Dank Zeitungen, Fernsehen oder Radio fühlen sich laut US- Psychologen Menschen ihren Idolen nahe, bekommen Einblick in das Privatleben der Stars und haben somit das Gefühl, mit den Promis befreundet zu sein. "Wir schlagen vor, diese scheinbar persönliche Beziehung zwischen Zuschauer und Akteur eine parasoziale Interaktion zu nennen", heißt es in der Abhandlung von Horton und Wohl.

Angelina Jolie und Brad Pitt mit ihren Kindern
Foto: Viennareport

Besonders leicht fällt es uns, mit Schauspielern - es wie Brad Pitt und Angelina Jolie sind - eine persönliche Beziehung aufzubauen. Diese werden oft mit den Charakteren, die sie in ihren Filmen darstellen, gleichgesetzt. Zusätzlich liefern Paparazzi und Medien fast täglich Einblicke, wie die Stars leben, wo sie Urlaub machen oder was sie einkaufen. Selbst Beziehungsprobleme - wie jetzt bei der Trennung von Brangelina - werden in Zeitschriften und im Fernsehen breitgetreten.

Brad Pitt und Angelina Jolie
Foto: EPA

Gefühl der Beziehung wird durch Medien verstärkt

Durch ein regelmäßiges und verlässliches Erscheinen in den Medien, wird es den Fans zudem leicht gemacht, dass sie die Promis in ihre Routine und ihren Alltag einbeziehen können. All das verstärkt das Gefühl, dass man Stars wie Angelina Jolie und Brad Pitt wirklich "kennt", obwohl man diese tatsächlich nie kennengelernt hat.

Angelina Jolie und Brad Pitt
Foto: Viennareport

Neuere Studien haben übrigens auch herausgefunden, dass sich diese Theorie nicht nur auf Personen, sondern zum Beispiel auch Serien anwenden lässt. Wird die Lieblingsserie etwa abgesetzt, kann das bei den Zuschauern die gleichen Emotionen hervorrufen, als hätten sie einen guten Freund verloren.

Angelina Jolie und Brad Pitt
Foto: APA/AFP/ROBYN BECK

Scheidung von Brangelina trifft uns hart

Die Scheidung von Brad Pitt und Angelina Jolie trifft uns also doppelt und dreifach hart. Zum einen haben die beiden Hollywoodstars ihre Beziehung begonnen, nachdem sie in "Mr. und Mrs. Smith" ein Ehepaar gespielt haben. Zudem wurden Fans Zeugen, wie sich ihre Liebe entwickelt hat, sie eigene Kinder bekommen und weitere Kinder adoptiert haben. Gekrönt wurde das Liebesglück schließlich mit der Traumhochzeit im Jahr 2014. Kein Wunder, dass so manch einer sich nach der Nachricht über das Ehe- Aus von Brangelina fühlt, als ob sich gute Freunde getrennt hätten.

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