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10.12.2016 - 06:19
Foto: dpa, Viennareport

Traumrolle Monroe: Kein Star kann dem Mythos widerstehen

16.05.2010, 13:12
Legendär schön, legendär sexy, legendär blond. Marilyn Monroe ist und bleibt – auch fast 50 Jahre nach ihrem Tod - der größte Mythos und die meistkopierte Frau Hollywoods. Einmal Marilyn sein, dieser Verlockung kann kaum ein weiblicher Star widerstehen. Die Geliebte der berühmtesten Männer ihrer Zeit in einem Film spielen zu dürfen, dafür würde so manche Hollywoodbeauty vermutlich töten.

Paris Hilton lässt sich immer wieder wie ihr Idol stylen, Christina Aguilera und Madonna haben sich für Videos in die Filmlegende verwandeln lassen. US- Starlet Lindsay Lohan hat für das "New York"- Magazin Fotos der Ikone nachgestellt und Jennifer Lopez hat erst kürzlich einen lieben Freund mit einem Geburtstagsständchen à la Monroe überrascht. Die dunkelhaarige Filmbeauty Megan Fox ist eine erklärte Marilyn- Monroe- Fanatikerin. Sie hat sich das Antlitz ihres Stars auf den rechten Arm tätowieren lassen.

Michelle Williams und Naomi Watts spielen Marilyn

Derzeit sind in Hollywood gleich mehrere Filmprojekte über das Leben von Marilyn Monroe geplant. Die Agenten der bekanntesten Schauspielerinnen sollen derzeit Blut und Wasser schwitzen, um ihrem Schützling eine der Hauptrollen zu sichern. Es heißt, Megan Fox und Lindsay Lohan sollen ihre Agenten regelrecht terrorisieren. Doch ihre Chancen stehen schlecht. Denn als Favoritinnen gelten zwei echte Blondinen: Naomi Watts soll in "Blonde" den Kurvenstar verkörpern, Michelle Williams in dem Film "My Week With Marilyn", in dem die Geschichte der Dreharbeiten für den Film "Der Prinz und die Tänzerin" mit Laurence Olivia erzählt werden soll.

Ein weiterer, dokumentarischer Film, soll Aufklärung über den legendenumwobenen Tod des Stars bringen. Denn es ist immer noch nicht restlich geklärt, wie Marilyn Monroe wirklich gestorben ist. Die Schauspielerin war im August 1962 im Schlafzimmer ihres Hauses in Brentwood tot aufgefunden. Reste von Barbitursäure - Grundstoff vieler Schlafmittel - im Magen und Blut des 36- jährigen Stars deuteten auf Selbstmord durch eine Überdosis Tabletten hin. Doch es gibt auch Theorien, die Schauspielerin sei wegen ihrer angeblich intimen Verbindung zu den Kennedy- Brüdern vom US- Geheimdienst ermordet worden.

Vom unehelichen Kind zum Weltstar

Marilyn Monroe war am 1. Juni 1926 als gebürtige Norma Jean Baker in Los Angeles zur Welt gekommen. Das uneheliche Kind einer Cutterin verbrachte den größten Teil seiner Kindheit bei Pflegeeltern und in einem Waisenhaus. Sie war Fabrikarbeiterin, als sie als Model entdeckt wurde. Nach der ersten gescheiterten Ehe machte sie sich als 20- Jährige nach Hollywood auf, färbte ihre Haare wasserstoffblond und wurde rasch zum Mega- Star. Marilyn verzückte das Publikum als naive Schönheit in "Blondinen bevorzugt", "Wie angelt man sich einen Millionär?" und "Das verflixte siebente Jahr".

Doch die Rolle der einfältigen Blondine genügte ihr nicht, sie wollte als ernsthafte Schauspielerin anerkannt werden. Nach einer weiteren gescheiterten Ehe mit Baseball- Star Joe DiMaggio ging sie nach New York, nahm Schauspielunterricht und gründete ihre eigene Produktionsfirma. Ihr Durchbruch erfolgte 1950 in "Alsphalt Jungle" von John Huston. Die von ihr produzierten Filme "Bus Stop" (1956) und "Der Prinz und die Tänzerin" (1957) bewiesen zwar ihr vielseitiges Talent, konnten aber an die früheren Erfolge nicht anknüpfen. So war sie bald wieder als süße Blondine zu sehen - in Billy Wilders "Manche mögen's heiß" (1959), für viele die beste Filmkomödie aller Zeiten.

Zerbrechende Ehen und psychische Probleme

Ihr vergebliches Bemühen, das Image des naiven Blondchens abzuschütteln, war Teil von Marilyns Tragik - ebenso wie die vergebliche Suche nach Halt in einer dauerhaften Beziehung. Nachdem auch ihre dritte Ehe mit dem Dramatiker Arthur Miller in die Brüche ging, begab sie sich in psychiatrische Behandlung. Zur Arbeit erschien sie immer unregelmäßiger, und ihr letzter Film blieb "Misfits" von John Huston, zu dem Arthur Miller das Drehbuch schrieb (1961). Während der Dreharbeiten zum darauf folgenden "Something's Got To Give" wurde sie sogar gefeuert. Einen Monat später war sie tot.

Marilyn Monroe war der Filmstar schlechthin - auch deshalb, weil sie ihren Zauber ausschließlich auf der Leinwand entfalten konnte. Im Theater hätte sie kläglich versagt. Der zutiefst unsichere Star musste beim Drehen einzelne Sätze bis zu 59 Mal wiederholen, bevor Betonung und Artikulation endlich stimmten. So viel Geduld bringt nur die Kamera auf. Dazu kam ihre berüchtigte Disziplinlosigkeit. Eine der wenigen Gelegenheiten, bei denen sie pünktlich am Drehort erschien, war ein Studiobesuch des sowjetischen Präsidenten Nikita Chruschtschow. Der Regisseur Billy Wilder bemerkte daraufhin, man müsse Chruschtschow unbedingt zum Produktionsleiter machen.

Wie heutige Superstars aus der Retorte war Marilyn Monroe bereits eine von den Studiobossen erfundene Kunstfigur samt Schönheitsoperationen an Nase und Kinn. Ihre erotische Sprechweise mit den weggehauchten Vokalen war das Ergebnis eines intensiven Trainings zur Überwindung ihres Stotterns. Die private Marilyn Monroe hatte mit dem Image des blonden Vamps und Dummchens wenig gemein. Sie stöberte gern in Buchläden herum und nahm auch schon mal einen Rilke- Band mit. Sie gründete als eine der ersten Schauspielerinnen Hollywoods eine eigene Produktionsgesellschaft. "In Wahrheit war sie eine hoch intelligente Frau", stellte einmal die deutsche Monroe- Expertin Heidi Draheim klar.

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