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30.03.2017 - 08:50

Stone entschuldigt sich für Äußerung zu Beben

29.05.2008, 14:13
Sharon Stone hat sich für ihre Äußerungen über das Erdbeben in China als mögliches "Karma" wegen Pekings repressiver Tibet-Politik entschuldigt. Die "unangemessenen" Worte täten ihr zutiefst leid, zitierten chinesische Medien aus der Entschuldigung der Schauspielerin, die die Luxusmarke Dior, für die Stone in China wirbt, an eine Zeitung geschickt hatte. Auf dem roten Teppich in Cannes hatte die Mimin zuerst die Behandlung des Dalai Lama durch die Volksrepublik kritisiert, um dann davon zu sprechen, dass die Katastrophe, die Zehntausende Tote forderte, daher auf Karma" zurückzuführen sei.

Die Schauspielerin bedauere es, die Gefühle des chinesischen Volkes verletzt zu haben. Sie spreche den Opfern ihre Sympathie und ihr Beileid aus. Auch bot sie ihre Mitarbeit bei der Erdbebenhilfe an. Der Sprecher des Außenministeriums, Qin Gang, nahm die Entschuldigung "zur Kenntnis". Eine Schauspielerin solle durch ihr Handeln das Verständnis und freundschaftliche Gefühle zwischen Ländern fördern.

„Niemand sollte gemein zu anderen sein“

In Cannes hatte die US- Schauspielerin gesagt, sie sei nicht glücklich darüber, wie die Chinesen die Tibeter behandelten, weil niemand gemein zu anderen sein sollte. "Ich war besorgt, wie wir mit den Olympischen Spielen umgehen sollen, weil sie nicht nett zum Dalai Lama sind, der ein guter Freund von mir ist. Dann passierte das Erdbeben und all das, und ich dachte, ist das Karma - wenn man nicht nett ist und einem widerfährt etwas Schlechtes?" Unter Karma wird im Buddhismus das Schicksal als Folge früheren Handelns verstanden.

Stone wies dann aber noch darauf hin, dass eine tibetische Stiftung sie um Unterstützung bei der Erdbebenhilfe gebeten habe. Das Engagement der Tibeter sei ihr "eine große Lehre gewesen", dass man manchmal lernen müsse, "selbst Leuten zu dienen, die nicht nett zu dir sind".

Die verhängnisvollen Sätze wurden immer wieder in chinesischen Medien wiedergegeben. Aber nicht nur Chinas Medien zeigten sich wenig begeistert von den Überlegungen der Schauspielerin, auch in ihrem Heimatland USA musste sie für diese Aussagen heftige Kritik einstecken.

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