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08.12.2016 - 07:10
Foto: Gerhard Gradwohl, bromotion.com

Sport- Ass Thomas Morgenstern: Per Heli in den Kreißsaal

24.11.2012, 17:00
Thomas Morgenstern hat sich mit seinen 26 Jahren schon enorm viele Träume erfüllt – im Dezember wird er erstmals Vater. Vom großen Teenie-Schwarm hat sich der Kärntner zum Champion mit Format und dem Hang zum Risiko entwickelt.

Die Kühe grasen auf den frostigen Hügeln über dem Millstätter See, im Hintergrund sind die Berge bereits schneebedeckt. Inmitten der atemberaubenden Kulisse hat Österreichs erfolgreichster Sportler, Thomas Morgenstern, sein modernes Haus errichtet. In seiner Heimat Seeboden empfängt der Champion die "Krone", Fotos in seinen vier Wänden sind allerdings seit jeher absolut tabu.

"Privat bleibt bei mir wirklich privat", verschwindet kurz das gewohnte Grinsen aus seinem Gesicht. Das ist auch beim brandheißen Thema Vaterschaft so. "Ich bin darüber sehr glücklich. Aber mehr muss man dazu auch nicht sagen. Ich will nicht Menschen, die es noch nicht selbst entscheiden können, in die Öffentlichkeit stellen", erklärt der Skisprung- Star, der gerade eben im norwegischen Lillehammer in die neue Weltcup- Saison gestartet ist.

Mit dem Helikopter ins Spital

Und was machen Sie, wenn Ihr Kind genau während der Vierschanzentournee auf die Welt kommt? "Dafür hab ich ja gerade den Helikopter- Schein gemacht", schmunzelt der 26- Jährige wieder, "aber nein, ich gehe davon aus, dass die Geburt kurz davor sein wird".

Die Boygroup- Ära bei Österreichs Skispringern wird damit endgültig vorbei sein. Lange Zeit galten Thomas, Gregor Schlierenzauer und Andi Kofler als die Teenie- Idole schlechthin. Sie bekommen Dutzende Liebesbriefe von ihren oft sehr jungen Fans. "Aber ich selbst hatte ohnehin nie dieses Gefühl von einer Boygroup. Es ist teilweise ein verzerrtes Bild, das die Öffentlichkeit da von uns hat. Wobei uns in gewissen Bereichen nichts Besseres passieren konnte als die vielen TV- Werbespots." Aber privat ist man unter den drei Stars eben nie so ganz eng gewesen. "Dazu haben wir zu wenig Gemeinsamkeiten abseits vom Sport. Wir sind einfach Österreichs beste Skispringer."

Zehn WM- Goldene, drei Olympia- Goldmedaillen funkeln aus den Vitrinen. Trophäen für Gesamtweltcup und Vierschanzentournee sowie seine 22 Weltcupsiege und Siege im Sommer gehen daneben fast unter.

Thomas, was wollen Sie eigentlich noch gewinnen? "Gewinnen will ich immer. Aber früher war ich getrieben davon zu siegen. Jetzt geh ich mit viel mehr Gelassenheit an die Sache. Das größte Ziel ist für mich Olympiagold 2014 in Sotschi, aber auch im Februar bei der WM in Val di Fiemme will ich jubeln." Immerhin gewann er bei der letzten WM, 2011 in Oslo, drei von vier möglichen Goldenen, wurde nur auf der Großschanze trotz größerer Weiten um wenige Zehntel von Gregor Schlierenzauer auf Platz zwei verwiesen. "Aber für Gregor und mich ist genug Platz auf dieser Welt. Wir haben beide schon sehr große Erfolge gefeiert und können nebeneinander sehr gut arbeiten."

Dem Nervenkitzel treu geblieben

Die Vorbereitung lief bei Morgenstern heuer so ganz anders ab als jemals zuvor. "Ich bin nach dem letzten Springen der alten Saison heimgefahren – und wollte erstmal eine Zeit lang nichts vom Skispringen hören." Doch dem Nervenkitzel blieb er treu: Er machte den Hubschrauberpilotenschein, den für Kleinflugzeuge hatte er bereits. Dazu konnte sich Thomas den Traum von der Formel 1 erfüllen. Nach Simulator- Tests in Milton Keynes (Großbritannien) durfte er mit einem Red- Bull- Boliden auf dem Spielbergring fahren. Mit Vater Franz bestieg er den Großglockner, spielte Golf. "Aber dann hat mich wieder das Skisprung- Fieber gepackt und ich hab so richtig losgelegt."

Mit dem Training der anderen Art! Thomas hat seinen Sprung von Grund auf neu aufgebaut. "Anfangs mit Alpinausrüstung auf ganz kleinen Schanzen, um das Gefühl völlig neu zu erlernen." Langsam steigerte er sich – um heuer weiter zu fliegen als je zuvor. Immerhin hat er auf seinem Auto ja auch schon lange Zeit die gleiche Nummerntafel wie Stratos- Held Felix Baumgartner, "AIR 1"!

24.11.2012, 17:00
Max Mahdalik, Kronen Zeitung
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