Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
10.12.2016 - 08:32

Sofia Coppola gewinnt Goldenen Löwen von Venedig

12.09.2010, 12:03
Der Goldene Löwe des 67. Filmfestivals Venedig geht an die amerikanische Regisseurin Sofia Coppola. Die 39-Jährige erhielt am Samstag den Hauptpreis des ältesten Filmfestivals der Welt. In ihrem Film "Somewhere" beschreibt Coppola die innere Leere eines Hollywoodstars, herausragend gespielt von Stephen Dorff. Dabei fängt die Tochter von Regielegende Francis Ford Coppola ("Der Pate") wie schon in ihrem gefeierten Werk "Lost in Translation" auf ganz eigenwillige Weise eine einzigartige Stimmung ein.

Coppola, die sich auch bereits mit Werken wie "Marie Antoinette" und "The Virgin Suicides" einen Namen gemacht hat, setzte sich damit gegen 23 Konkurrenten durch. Auch gegen den deutschen Regisseur Tom Tykwer, der mit seinem neuen Werk "Drei" mit der österreichischen Schauspielerin Sophie Rois in der Hauptrolle ins Rennen um die Preise gegangen war. Doch nicht nur Tykwer ging leer aus. Enttäuschend war ebenfalls das Abschneiden der immerhin vier italienischen Filme im Wettbewerb, die die siebenköpfige Jury unter US- Regisseur Quentin Tarantino alle nicht überzeugen konnten.

"Ich kann es nicht glauben, ich kann es nicht glauben, es ist eine große Ehre", freute sich Sofia Coppola, hübsch und elegant gekleidet, über den Goldenen Löwen. Sie umarmte den Jury- Präsidenten Tarantino, dankte allen überschwänglich und sagte, der Preis sei sehr wichtig für den Film. Ein besonderer Dank gehe an die Eltern, vor allem an den Vater und übermächtigen Filmregisseur, "der mich unterrichtet hat". Francis Ford Coppola hatte bereits 1992 einen Goldenen Löwen in Venedig erhalten, allerdings für sein Lebenswerk.

Tarantino: "Film hat uns von der ersten Szene an verzaubert"

Die Jury habe sich einhellig für "Somewhere" entschieden, erklärte ein sichtlich bewegter Tarantino: "Dieser Film hat uns von der ersten Szene an verzaubert, ist zu einer Passion geworden. Und auch wenn wir dann vielleicht über einen anderen Film gesprochen haben, sind wir auf diesen Film zurückgekommen." Für Beobachter war dabei spannend: Der 47- jährige Regisseur ("Inglourious Basterds") und Sofia Coppola sollen vor einigen Jahren ein Paar gewesen sein.

Silberner Löwe für "Balada triste de trompeta"

Der Silberne Löwe für die beste Regie ging an den Spanier Álex de la Iglesia und seine grotesk- überdrehte "Balada triste de trompeta". Der Regisseur erzählt darin auf äußerst ungewöhnliche Weise von Javier, einem traurigen Clown, während der Franco- Zeit. Jahrelang erduldet er zahlreiche Rückschläge und Erniedrigungen, bis er als eine Art Freiheitskämpfer Amok läuft, unter anderem gegen Führer der Franco- Diktatur.

Vincent Gallo bester Darsteller

Zwei weitere Preise vergab die Jury an einen ebenfalls politischen Film: "Essential Killing" des Polen Jerzy Skolimowski erhielt nicht nur den Spezialpreis der Jury. Der US- Amerikaner Vincent Gallo gewann auch für seine überzeugende Leistung wie von vielen erwartet die begehrte Trophäe als bester Darsteller. In "Essential Killing" spielt Gallo eindringlich einen Mann aus Afghanistan, der vom US- Militär gefangen genommen und nach Europa transportiert werden soll. Auf dem Weg dahin entkommt er aber und flieht durch verschneite Wälder vor seinen Verfolgern. Um zu überleben, muss er immer wieder töten.

Preis für beste Darstellerin an Ariane Labed

Der Preis für die beste Darstellerin ging an die Griechin Ariane Labed aus "Attenberg". Die Filmfigur Marina ist 23 Jahre alt und lebt alleine mit ihrem kranken Vater. Das Werk der Regisseurin Athina Rachel Tsangari zeigt Marinas Weg zum Erwachsenwerden und die Entdeckung der eigenen Sexualität. Die Jury vergab außerdem einen Spezial- Löwen an Monte Hellman für sein Gesamtwerk. Der Amerikaner war mit dem Film "Road to Nowhere" im diesjährigen Wettbewerb von Venedig zu sehen.

Kurzfilmpreis für Wiener Tscherkassky

Der Wiener Avantgarde- Filmemacher Peter Tscherkassky erhielt den Kurzfilmpreis für sein neues Werk "Coming Attractions". Der 25- minütige Film war in der "Orizzonti"- Nebenschiene zu sehen. In ebendieser Reihe wurde auch die österreichisch- niederländische Koproduktion "The Forgotten Space" der Regisseure Noel Burch und Allan Sekula ausgezeichnet. Der vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh- Abkommens koproduzierte Streifen erhielt den Spezial- Jurypreis für Dokumentarfilme in der "Orizzonti"- Kategorie.

Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Mehr zu AdabeiTV
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum