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07.12.2016 - 20:30
Foto: AP, Volksoper/Dimo Dimov

Selbstmord- Drama um Wiener Opern- Diva Roxana Briban

25.11.2010, 17:04
"Verzeih mir", tippte sie in den Computer, legte sich in die Badewanne und schnitt sich die Pulsadern auf – Todesdrama um die schöne Wiener Opern-Diva Roxana Briban (39)! Mit ihrer gewaltigen Stimme verzauberte sie Abertausende Menschen, und als sie diese Gabe plötzlich verlor, setzte sie ihrem Leben ein blutiges Ende. Sie lebte für ihre Stimme, und sie starb wegen ihr.

Roxana Briban sang sich in die Herzen Tausender Fans, brillierte in "La Bohème", "La Traviata" und "Die lustige Witwe". Und dann war sie plötzlich weg, diese Wucht, diese Kraft in ihrem Gesang, Roxana verlor ihr wichtigstes Kapital – oder glaubte es zumindest. "Sie litt seit 1 ½ Jahren an einer Stimmkrise", weiß Ex- Staatsoperndirektor Ioan Holender. "Roxana war eine wunderbare Sängerin und eine sonderbare Persönlichkeit." Und sie war gut gebucht. Bukarest, Berlin, Toulouse, Amsterdam, Seoul, Bangkok, Santiago. Sie stand auf unzähligen Bühnen dieser Welt.

Ein strahlender Stern, der plötzlich verblasste. Von 2003 bis 2010 begeisterte sie in der Wiener Staatsoper das Publikum, und plötzlich diese Krise. Das angeborene und perfektionierte Ausnahmetalent – es schien sie auf einmal zu verlassen.

Dunkles Omen im Internet

Die Stimme ging, und die Depression kam. Ein paar Tage vor ihrem Tod veröffentlichte die Sängerin dann ein Foto auf ihrem Facebook- Profil. Eine Szene aus "Madame Butterfly": Sie mit einem Dolch in der Hand, Blut läuft ihr die Hand hinab. Die Waffe aus Plastik, das Blut nicht echt – aber aus heutiger Sicht ein schauriges Todesomen.

Am Samstag, dem 20. November, kam Roxanas Ehemann nach Hause, öffnete die Tür zum Badezimmer und fand seine geliebte Frau. Tot, mit aufgeschnittenen Pulsadern im blutroten Wasser. Ein Polizeiermittler: "Es gibt keine Hinweise, dass sie getötet wurde. Wir ermitteln." Bekannte und Fans sind geschockt. Ein Freund: "Sie wollte ohne ihre Stimme einfach nicht mehr leben."

von Michael Pommer und Christoph Budin, Kronen Zeitung
Fotos: Volksoper/Dimo Dimov (1), AP (1)

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