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27.04.2017 - 09:22

Royaler Hinterbänkler: Prinz Edward wird 50

08.03.2014, 09:00
Prinz Edward hätte als derjenige unter den britischen Royals in die Geschichte eingehen können, der es tatsächlich mit geregelter Arbeit versucht hat. Allerdings vergebens. Mit 50 Jahren ist der jüngste Sohn der Queen Familienmensch und Repräsentant. Er eröffnet vieles - vom Museum über die Volksschule bis zum Seniorenheim. Auch seinen runden Geburtstag wird er am 10. März mit "Royal Engagements" verbringen.

Als er seine defizitäre Produktionsgesellschaft nur noch mit Filmen über die eigene Familie über Wasser halten konnte, gab sich Edward wieder dem royalen Leben hin. Der jüngste der drei Söhne von Königin Elizabeth II. und ihrem Mann Prinz Philip, in Adelskreisen unter dem Titel Earl of Wessex firmierend, ist auch der blasseste.

Aufsehenerregende Affären wie bei seinen älteren Brüdern Charles und Andrew sind ihm eher fremd. Edwards Ehefrau Sophie Rhys- Jones heiratete er 1999 nicht in einer der großen Londoner Kirchen, sondern in der Kapelle St. George's in Windsor. Als Nummer acht der Thronfolge ist er in der royalen Rangordnung eher ein Hinterbänkler - allzu viel Rampenlicht bleibt ihm normalerweise erspart.

"Ich bin kein Rambo"

Nicht gerade beliebt machte sich Edward, als er Ende der 1980er- Jahre nach drei Jahren bei den britischen Streitkräften den Dienst ohne richtigen Abschluss quittierte. "Ich bin kein Rambo", sagte er damals. Sein Bruder Andrew hatte sich erst ein paar Jahre zuvor Meriten als Pilot eines Kampfhubschraubers im Falklandkrieg erworben. Die Tradition erfolgreicher Militärlaufbahnen bei den Royals war gebrochen - die Mama sah darüber hinweg. Sie ernannte ihren Jüngsten dennoch zum Ehrenoberst von mehreren Regimenten.

Beruflich widmete sich Edward lieber den schönen Künsten und schloss sich einer Theaterfirma um Musical- Papst Andrew Lloyd- Webber an. 1993 gründete er dann seine TV- Produktionsfirma Ardent, die er 2002 nach wirtschaftlichen Turbulenzen und bitteren Vorwürfen verließ - sie hatte nach unwidersprochenen Medienberichten nie die Verlustzone verlassen. Noch heute ist nicht richtig klar, wer ihm damals die 350.000 Pfund gab, die das Unternehmen vor dem Untergang retteten.

2001 Skandal durch "Sophiegate"

Ehefrau Sophie, ebenfalls in der Kommunikationsbranche aktiv, tappte 2001 in die Falle von Boulevardreportern und plapperte Details über das Königshaus und britische Politiker aus - "Sophiegate" war geboren. Premierminister Tony Blair, ebenfalls von der PR- "Fachfrau" angezählt, fühlte sich damals zu der Erklärung genötigt, er halte die Mitglieder des Königshauses nicht für verrückt.

Die Queen, von der Schwiegertochter als "altes Tantchen" verspottet, ordnete eine interne Untersuchung an. Im Hause Wessex herrschte Berichten zufolge eine ganze Weile Ehekrach. Wohl auch, weil Sophie ihren Fehler mit einem Exklusivinterview in der Boulevardzeitung "News of the World" geradebiegen wollte. Überschrift: "Mein Edward ist nicht schwul."

08.03.2014, 09:00
AG/red
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