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29.04.2017 - 22:14

Roman Polanski bei Konzert seiner Frau in Montreux

18.07.2010, 11:26
Eine knappe Woche nach der Aufhebung des Hausarrests durch die Schweizer Justiz ist Roman Polanski zum Jazz Festival Montreux gereist. Dort gab seine Frau Emmanuelle Seigner am Samstagabend ein Konzert. Sie sei sehr glücklich, dass er gekommen sei, so die Ehefrau des Starregisseurs.

Die Schweizer Justiz hatte Anfang Woche ein Auslieferungsgesuch der USA für Polanski abgelehnt. In der Folge wurde auch der Hausarrest für den 76- Jährigen aufgehoben. Ihm wurde die elektronische Fußfessel abgenommen und er durfte sein Chalet in Gstaad im Berner Oberland verlassen. Somit gilt der Regisseur in der Schweiz wieder als freier Mann.

Roman Polanski war vor knapp zehn Monaten, am 26. September 2009, aufgrund eines US- Haftbefehls überraschend bei der Einreise in die Schweiz verhaftet worden. Gegen Zahlung einer hohen Kaution und weitere Auflagen wurde er Anfang Dezember in seinem Chalet in Gstaad unter Hausarrest gestellt.

USA: "Werden den Fall weiter verfolgen"

Polanksi hatte 1977 in den USA eine 13- Jährige unter Drogen gesetzt und missbraucht. Er bekannte sich schuldig, saß mehrere Tage im Gefängnis, floh später aber aus den USA. Für die USA ist der Fall mit der Entlassung des Regisseurs aus dem Hausarrest aber nicht erledigt. Die Staatsanwaltschaft in Los Angeles sowie Justizkreise in Washington werteten die Schweizer Entscheidung als Enttäuschung, einige gar als Unrecht. "Die Vereinigten Staaten glauben, dass die Vergewaltigung eines 13- jährigen Kindes ein Verbrechen ist, und wir werden diesen Fall weiter juristisch verfolgen", sagte ein Sprecher des Außenministeriums.

Das Opfer selbst, die US- Bürgerin Samantha Geimer, hingegen hat sich erfreut über den Entscheid der Schweizer Justizbehörden gezeigt, den Starregisseur nicht an die USA auszuliefern. Geimer hatte schon früher gefordert, die Verfolgung von Polanski einzustellen. In einem am Dienstag ausgestrahlten Interview mit Europe 1 sagte sie, sie sei zufrieden. Sie hoffe jetzt, dass der Bezirksstaatsanwalt in Los Angeles die Akte endlich und für immer schließen werde.

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