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28.06.2017 - 18:20
Robbie Williams
Foto: AFP

Robbie Williams will Russland beim ESC vertreten

21.03.2017, 13:10

Robbie Williams hat sich als Russlands Kandidaten für den Eurovision Song Contest ins Gespräch gebracht - und damit nicht überall Begeisterung ausgelöst. "Ich würde Russland gerne beim Eurovision repräsentieren", sagte Williams am Montagabend in der Sendung "Pust Govorjat" (Lass sie sprechen) im Staatssender Kanal Eins. "Komm schon Russland, wir können gewinnen."

Während Williams das Angebot dem Moderator Andrej Malachow unterbreitete, grinste er allerdings. Er sehe schon seinen Manager vor sich, wie dieser wegen des Angebots an Russland die Hände über dem Kopf zusammenschlage, sagte der Sänger. Außerdem lobte der Brite, der sich selbst als großer ESC- Fan beschrieb, den Auftritt des russischen Sängers Sergej Lasarew beim ESC im vergangenen Jahr. Lasarew hatte 2016 Platz drei belegt. 

Foto: Viennareport

Obwohl Williams' Angebot womöglich scherzhaft gemeint war, sah sich ein Abgeordneter aus dem russischen Regierungslager veranlasst, die Offerte als "idiotisch" zurückzuweisen. Josif Kobson, der selbst ein populärer Sänger und zugleich Vize- Vorsitzender des Kulturausschusses der Duma ist, sagte der Nachrichtenagentur RIA Nowosti, Russland habe "reichlich eigene Sänger", die das Land würdig beim ESC vertreten könnten. "Wir brauchen keine britischen Verteidiger unserer Kultur." 

Einreiseverbot für Russlands Song- Contest- Vertreterin?

Ob Russland beim nächsten Song Contest im Mai überhaupt teilnimmt, ist allerdings unklar, denn der Wettbewerb findet in diesem Jahr in der ukrainischen Hauptstadt Kiew statt. Die ukrainischen Behörden teilten am Montag mit, sie hätten bereits die Unterlagen für ein mögliches Einreiseverbot für die russische Sängerin Julia Samoilowa vorbereitet. Zur Begründung hieß es, sie sei nach der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim dort aufgetreten. 

Julia Samoilowa sollte Russland beim ESC in Kiew vertreten.
Foto: Associated Press

Die 27- jährige Samoilowa, die im Rollstuhl sitzt, war von Kanal Eins ohne eine Publikumsabstimmung zur russischen ESC- Teilnehmerin bestimmt worden. Für den Fall eines Einreiseverbots gegen die Sängerin drohte Russland mit einem Boykott des ESC. Präsidentensprecher Dmitri Peskow sagte, seines Erachtens bestehe die Möglichkeit des Austauschens eines Teilnehmers nicht.

Redaktion
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