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04.12.2016 - 06:10

Produzent: "Paris' Auftritt war nicht geplant"

09.07.2009, 11:11
Nachdem der herzzerreißende Auftritt von Michael Jacksons Tochter Paris Katherine bei der Trauerfeier für den "King of Pop" für Diskussionen rund um die Welt gesorgt hat, hat der Veranstalter betont, dass nichts geplant gewesen sei. "Wir wussten nicht einmal, dass die Kinder mit auf die Bühne gehen", so Produzent Ken Ehrlich zu CNN. Einige Teile der Trauerfeier seien nicht genau durchgeplant gewesen. Zwar sei festgelegt worden, wann welcher Künstler auf die Bühne kommt, doch was die Redner sagen, das sei nicht abgesprochen gewesen. Viele hätten spontan und aus tiefstem Herzen gesprochen. "Wir wollten ja keine TV-Show machen, sondern eine Trauerfeier. Wir hoffen, dass dies auch so rübergekommen ist", so der Produzent.

Am Mittwoch hatte großteils Uneinigkeit über die Bewertung des Großereignisses, der Trauerfeier, und besonders über Paris' Auftritt geherrscht. Die Kleine war, als die ganze Familie auf der Bühne stand, um sich bei allen Fans des verstorbenen Megastars zu bedanken, mutig ans Mikrofon getreten und hatte geschluchzt: "Seit ich geboren wurde, war Daddy der beste Vater, den man sich vorstellen kann. Ich will nur sagen, ich liebe ihn so sehr!" Kaum ein Auge, das bei diesen Worten trocken blieb.

In den USA wurde der Auftritt und die gesamte Trauerfeier, die Jackson alles in allem zu rehabilitieren versuchte, zunächst als würdevoll und gelungen gelobt. Auch in Europa titelten einige Zeitungen am Mittwoch: "Jacksons Tochter rührt die Welt zu Tränen". Doch wurden auch Stimmen des Unbehagens laut.

"Bloß ein Statement für den Richter"

Am Mittwochmorgen legte die "Society- Expertin" des Sat.1- Frühstücksfernsehens, Sibylle Weischenberg, los: "Das ist immer ein rührender Moment, wenn die Kinder des Toten trauern oder die Kinder, die in seiner Obhut waren. Aber, das kann ja nicht die Maßgabe sein." Dann führte sie weiter aus, dass der Jackson- Clan offensichtlich weiter seinem Muster folge und Kinder "vorführe". Der Auftritt sei im Grunde bloß ein Statement an den Richter gewesen, der demnächst entscheiden soll, wo die Kinder aufwachsen.

Über die Tochter sagte Weischenberg: "Die durfte nie mit der Öffentlichkeit sprechen und musste jetzt. Man hielt ihr noch das Mikrofon hin, damit sie verdammt noch mal den Eindruck erweckt: 'Die Kinder sind bei uns gut aufgehoben' (...) Das war Holzhammer- Methode. Es war ganz furchtbar."

Nach dem Tod ist die Schranke weg

In diesem Zusammenhang fällt erneut auf, dass es in Amerika einen anderen Umgang mit Kindern von Prominenten gibt. Während viele Stars im deutschsprachigen Raum ihre minderjährigen Kinder von der Öffentlichkeit fernhalten, ist es in den USA zumindest üblicher, mit den Kleinen aufzutreten. Umstrittene Beispiele der vergangenen Jahre sind dabei sicherlich die Promi- Paare Tom Cruise/Katie Holmes und ihre Tochter Suri oder das Power- Paar Brad Pitt/Angelina Jolie und ihr Nachwuchs. Zu seinen Lebzeiten hatte Michael Jackson seine geheimnisvoll gezeugten Kinder eigentlich streng abgeschottet. Nun, nach seinem Tod, ist diese Schranke plötzlich weg - in seinem Sinne?

"In diesem Moment wurde Jackson sehr lebendig"

Der Medienpsychologe Jo Groebel sagte am Mittwoch: "Der Moment, in dem die Tochter auftrat, hat bei mir und bei vielen anderen, glaube ich, zwiespältige Gefühle hinterlassen." Auf der einen Seite habe man das Gefühl gehabt: "Ein Kind gehört nicht so deutlich ausgestellt." Auf der anderen Seite müsse man aber auch sagen: "Das war ein Moment, in dem Michael Jackson sehr lebendig wurde. Während er lebte, hatte man ja immer das Gefühl, es ist alles sehr künstlich."

Groebel erinnerte daran, dass auch bei John F. Kennedy 1963 der damalige Präsidentensohn zu sehen war - berühmt das Bild, auf dem der Dreijährige vor dem Sarg seines Vaters salutiert. Eigentlich sei doch klar: "Ein Kind gehört natürlich auf die Trauerfeier seines Vaters."

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