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04.12.2016 - 18:10
Foto: Viennareport, dapd

Prinz William ist 30 - und die Nation wartet auf ein Baby

20.06.2012, 16:43
21. Juni 1982: Prinz William Arthur Philip Louis ist geboren. Er ist ein entzückendes Baby im Arm von Prinzessin Diana. Es folgen Jahre einer unbeschwerten Kindheit für den kleinen Thronfolger. Bis der schreckliche Unfall 1997 ihm seine Mutter entreißt. Nun ist "Wills" 30 und zur größten royalen Hoffnung Großbritanniens aufgestiegen. Sein einziges Problem: Die Nation wartet darauf, dass er und seine populäre Frau Kate ebenfalls einen so entzückenden kleinen Prinzen oder eine Prinzessin bekommen.

Bei den Briten ist Prinz William unglaublich beliebt. Umfragen belegen regelmäßig den Wunsch vieler seiner Landsleute, William zum Nachfolger der britischen Königin Elizabeth II. zu machen - und dabei seinen Vater, Thronfolger Prinz Charles (63), zu überspringen. Das allerdings wäre nicht nur verfassungstechnisch äußert schwierig, es widerspricht auch dem Selbstverständnis der Royals. Jetzt feiert William Arthur Philip Louis seinen 30. Geburtstag.

Bei den Feiern zum Thronjubiläum der Queen Anfang Juni machte diese dann auch noch einmal ganz deutlich: William ist für sie äußerst wichtig, gehört zum absoluten Kern der Familie. Aber Charles ist als Erster dran. Auf den Balkon des Buckingham Palastes nahm die Queen zum traditionellen Gruß neben den beiden Thronfolgern nur noch deren Ehefrauen und Williams Bruder Prinz Harry mit - ein eindeutiges Zeichen, wer die britische Monarchie in die Zukunft führen soll.

Mit Ehefrau Kate unschlagbar

William soll seiner Oma sehr ähnlich, nämlich extrem pflichtbewusst und diszipliniert sein. Gleichzeitig kommt er mit seinem jugendlichen Charme äußerst modern rüber. Von seiner Mutter Prinzessin Diana hat er offenbar das Talent geerbt, warmherzig auf Menschen zuzugehen und von diesen schnell ins Herz geschlossen zu werden. Mit Ehefrau Kate an seiner Seite, die im Jänner 30 wurde, scheint er unschlagbar. Manchmal gibt es Vorwürfe, er sei langweilig - aber das wird ihm von vielen als Selbstschutz ausgelegt.

Wer hätte gedacht, dass aus William einmal ein Prinzensohn wird, der zumindest nach außen fast wie ein normaler Bürger wirkt - mit Job, Ehefrau, Haus auf dem Land und ohne Skandale? In den 1990er- Jahren sah das noch anders aus. Reihenweise Psychologen sagten voraus, dass man eine Kindheit und Jugend, wie er sie hatte, eigentlich gar nicht unbeschadet überleben könne. Schon als er noch ganz klein war, war er von Fotografen umgeben und die Ehe von Vater Charles und Mutter Diana begann zu bröckeln.

Den spektakulär öffentlich ausgetragenen Rosenkrieg bekam er dann voll mit: Die Mutter erzählte der Nation von Selbstmordgedanken, der Vater - unfreiwillig öffentlich - von seinem Wunsch, ein Tampon für Geliebte Camilla sein zu wollen. Eine Schlammschlacht sondergleichen tobte rund um William und den Rest der Familie. Dann der große Schock: Der Tod Dianas bei einem Autounfall 1997 in Paris.

Unvergessen die Bilder, wie der damals 15 Jahre alte William mit gesenktem Kopf hinter dem Sarg seiner "Mummy" herläuft - unter den Augen von Abermillionen Zuschauern weltweit. Er soll eine ungeheure Wut auf die Paparazzi und die Medien insgesamt gehabt haben, die seine Mutter seiner Ansicht nach in den Tod getrieben hatten. Damals meinten einige selbst ernannte Experten, der Bursche sei eigentlich nur zu retten, wenn man ihn von seiner künftigen Königs- Bürde entbinde.

"Es ist meine Pflicht"

Doch schon früh bekundete er, dass daran nicht zu denken sei. "Es ist etwas, in das ich hineingeboren wurde, es ist meine Pflicht", erklärte er an seinem 21. Geburtstag. Nach dem Tod Dianas genossen William und Harry eine Art "Welpenschutz" von den Medien. Sie durften relativ ungestört ihrer Ausbildung nachgehen und erwachsen werden. Auch heute halten sich die dafür nicht gerade bekannten britischen Medien zurück - über den Privatalltag von William, geschweige denn sein Innenleben, weiß man nur sehr wenig.

Bruder Harry, der mittlerweile 27 Jahre alt ist und dem allzu ausschweifenden Partyleben abgeschworen zu haben scheint, witzelt über die Reife seines Bruders: Seit seiner Hochzeit sei er langweilig geworden, sitze er nur noch mit Kate im Cottage im walisischen Anglesey und verhalte sich schon jetzt wie ein Mann "mittleren Alters".

Das könnte aber von Vorteil sein. Schließlich erwartet die Nation von William, bald Vater zu werden. Dass die Familienplanung für ihn ein zentrales Thema ist, hat der royale Hoffnungsträger erst kürzlich wieder in einem Interview klargemacht. Sein anstehendes neues Lebensjahr könnte also viel Neues bringen. Einst hatte er erklärt: "Bevor ich 30 bin, gründe ich keine Familie."

20.06.2012, 16:43
AG/red
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