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29.06.2017 - 16:40
Foto: YouTube.com

Obama oder Clinton - wen die Stars unterstützen

05.02.2008, 11:00
Im Rennen um das Amt des US-Präsidenten sind die Kandidaten nicht nur auf die zahlreichen Stimmen der Amerikaner angewiesen, sondern – um an diese zu kommen – vor allem auch auf die Unterstützung von Hollywood-Stars, die öffentlich ihre Präferenz kundtun. Wie „Black Eyed Peas“-Frontmann Will.I.AM, der vor dem „Super Tuesday“ gemeinsam mit Stars wie Scarlett Johansson oder „Grey’s Anatomy“-Star Kate Walsh ein Musikvideo veröffentlicht hat, in denen die Promis Barack Obama als den perfekten Kandidaten für das Amt des US-Präsidenten anpreisen. Doch auch auf der „Gegenseite“ ist Hollywood nicht untätig geblieben...

Während George Clooney, Will Smith, Halle Berry und Oprah Winfrey auf dem Stimmzettel den Namen des „Shooting- Stars“ Barack Obama ankreuzen werden, tritt Hillary Clinton, seine demokratische Kontrahentin im Rennen um die Präsidentschaft, mit der prominenten Rückendeckung von Barbra Streisand, Calvin Klein und Tom Hanks an. Auch Regisseur Steven Spielberg, der vor einem Jahr noch Spenden- Partys für Obama und Clinton ausrichtete, soll sich jetzt auf die Seite der früheren First Lady geschlagen haben.

Die „Huck und Chuck Show“

Die republikanischen Bewerber wurden in der liberalen Hollywood- Hochburg ebenfalls fündig. Für den religiös- konservativen Mike Huckabee zieht Action- Star Chuck Norris ins Feld. Die beiden Männer treten so häufig Seite an Seite im Wahlkampf auf, dass die Medien schon über die "Huck und Chuck Show" witzeln. Für Mitt Romney engagieren sich die Mitglieder des Osmond- Showclans, Marie und Donny. Der republikanische Spitzenkandidaten John McCain wartet mit Tom Selleck, Sylvester Stallone und dem zum kalifornischen Gouverneur gewandelten "Terminator" Arnold Schwarzenegger auf.

Arnie für McCain, seine Frau für Obama

Schwarzenegger hatte sich erst vor wenigen Tagen für McCain ausgesprochen. Am Sonntag zeigte Schwarzeneggers Frau, die Kennedy- Nichte und Demokratin Maria Shriver dann Flagge. Bei einer Wahlkampfveranstaltung für Obama mit 6.000 Menschen auf dem Campus der Universität von Los Angeles verglich sie Obama mit Kalifornien: "Vielseitig, offen, klug, unkonventionell, inspirierend, Träumer, Führer."

Die Wahlkampfspenden fließen

Die Stars belassen es nicht bei schönen Worten, sie zücken auch das Scheckbuch. "Sie hat eine sehr starke eigene Meinung", schwärmte Hollywood- Diva Liz Taylor schon vor einem Jahr für Hillary und steckte 2.300 Dollar in ihre Kasse, die gesetzlich festgelegte Obergrenze für Einzelspenden im Vorwahlkampf. Für Obama stiftete Ben Affleck. Michael Douglas ließ sowohl Clinton als auch Obama Geld zukommen. Dessen Ehefrau Catherine Zeta Jones beschenkte Anfangs gleich fünf demokratische Bewerber. Schauspielerin Rita Wilson, Ehefrau von Tom Hanks, steckte Obama 2.300 Dollar zu. Für Clinton gab es von ihr ebenfalls Geld.

Längst rollt Hollywood bei Empfängen und Partys den Roten Teppich für die Wunschkandidaten aus. Stars, Sternchen und Spender aus dem Film- und Musikgeschäft haben die Wahlkampfkassen so mit Millionen gepolstert. Der "Los Angeles Times" zufolge hatte Obama im Herbst mit Spenden aus dem Showbusiness in Höhe von 2,2 Millionen Dollar die Nase leicht vorn. Clinton soll es bis September 2007 in Hollywood auf 2,1 Millionen Dollar gebracht haben.

Die 2.300- Dollar- Spende der milliardenschweren Talkshow- Queen Oprah Winfrey für Obama ist kaum der Rede wert. Doch ihr Engagement für den schwarzen Demokraten, mit dem die beliebte Entertainerin in South Carolina tagelang auf Werbetour ging, ist unbezahlbar. "Mein Nutzen für ihn, meine Unterstützung ist mehr wert als jeder weitere Scheck, den ich ihm geben könnte", sagte Winfrey dem CNN- Moderator Larry King.

Hollywoodstar Will Smith sagte, Obama sei "eine perfekte Wahl für die Zukunft Amerikas". Leinwand- Schönheit Halle Berry bot Obama schon an, sie würde "alle Pappbecher vom Boden aufheben, um ihm damit den Weg zu ebnen".

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