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24.06.2017 - 06:30

Michael J. Fox hadert nicht mit seinem Schicksal

04.02.2011, 13:43
Am Samstag wird Michael J. Fox in Berlin die "Goldene Kamera" für sein Lebenswerk erhalten. In den 80er-Jahren war der kanadische Schauspieler ein gefeierter Teenie-Schwarm und lockte mit "Zurück in die Zukunft" Millionen Zuschauer in die Kinos. Umso mehr schockte die Nachricht, dass er mit nur 29 Jahren die Diagnose Parkinson bekommen hatte. Heute erklärt er, nicht mehr mit seinem Schicksal zu hadern.

Die ersten Gedanken, die ihm durch den Kopf gingen, als ihm der Arzt Parkinson attestierte, beschreibt Fox gegenüber der "Bild"- Zeitung so: "Ich dachte, er sei verrückt. Ich dachte: 'Ich bin 29 – das kriegen doch nur ältere Menschen!' Ich konnte es nicht glauben. Ich war körperlich in Bestform und ein glücklicher Mensch. Danach war ich voller Wut und Empörung." Schnell habe er allerdings erkannt, dass das nicht das Ende ist. Mittlerweile fühle er sich sogar "sehr wohl in meiner Haut" und könne sich ohne Probleme Filme ansehen, die er gedreht hatte, als er noch gesund war. Das Gute daran sei, "dass du deine Eitelkeit ablegst, es ist nicht wichtig, wie du aussiehst."

Vor allem seine Frau Tracy, die er drei Jahre vor der Diagnose geheiratet hatte, habe ihm geholfen, das Leben mit der Krankheit zu überstehen. "Sie war für mich da und gab mir die Stärke, dich ich brauchte, um das durchzustehen", zollt Fox ihr im Interview Tribut. Akzeptanz sei schließlich der Schlüssel für ihn gewesen, mit Parkinson Frieden zu schließen. "Sobald du für dich akzeptiert hast, dass etwas in deinem Leben schwierig ist, verschließt du dich nicht mehr vor der Wirklichkeit. Wenn du es nicht annimmst, wirst du nie glücklich werden, weil du dich immer mit einer Lüge rumschlagen musst."

Engagement in der Forschung

Mittlerweile ist Fox noch in kleinen Gastrollen am Bildschirm zu sehen, sein Herzblut steckt er allerdings in seine Stiftung zur Erforschung von Parkinson. Deshalb bezeichnet der nur 1,62 Meter große Schauspieler auch als seinen größten Wunsch, dass in den nächsten zehn Jahren ein Mittel gefunden werde, das Parkinson heile. "Ich will mit meinen Kindern auf ihrer Hochzeit tanzen, schließlich zahle ich für das Fest …"

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