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09.12.2016 - 01:05
Foto: EPA, AP, kungahuset.se/H.K.H. Kronprinsessan Victoria

Kate, Charlotte, Madeleine: Unser erster Muttertag

11.05.2014, 09:00
Seit sie Mütter sind, haben sie nur noch Augen für ihre Kleinen – Paläste, Jachten und Reitställe wurden plötzlich nebensächlich: Herzogin Kate, Madeleine von Schweden und Charlotte Casiraghi wollen, dass ihr süßer Nachwuchs so normal wie möglich aufwächst. Ob das geht inmitten von höfischer Etikette und staatsoffiziellem Protokoll?

Selbst gebastelte Herzerlbilder gibt's am Sonntag noch keine. Auch keine zerquetschten Gänseblümchen und verlegen aufgesagte Gedichte. Für Kate, Charlotte und Madeleine brechen dennoch besondere Stunden an: Zum ersten Mal stehen sie am Muttertag auf der anderen Seite. Zum ersten Mal werden sie einen dieser raren Glücksmomente erleben, wo sie ihre Stellung und die Erwartungen der Öffentlichkeit hinter sich lassen und völlig in ihrem neuen Sein aufgehen können: Mutter sein, Auge in Auge mit einem pausbäckigen Lächeln, an den zarten Wangen riechen, die süßer duften als alle Parfums dieser Welt.

Wer denkt da schon an das tausendfache Wechseln von Windeln? An die durchwachten Nächte, die einem keine noch so hoch bezahlte Nanny abnehmen kann, voller Sorge am Bettchen des schreienden Babys? Das Muttersein hat alles andere um sie herum in den Hintergrund gedrängt: Englands Kate, Monacos Charlotte Casiraghi und Madeleine von Schweden wollen, dass ihre Kinder möglichst normal aufwachsen. Hofzeremoniell, Protokoll und Medienrummel sollen gefälligst bleiben, wo sie sind. Aber ist das möglich?

George machte Großbritannien glücklich

Die begeisterte Öffentlichkeit wird am schwersten auf Distanz zu halten sein. Schon die Geburt von Prinz George of Cambridge am 22. Juli 2013 um 16.24 Uhr war von landesweiter, wenn nicht weltweiter Aufregung begleitet. Ganz Großbritannien vergaß für ein paar Stunden den Jammer über steigende Preise, überfüllte Züge und ständigen Regen und huldigte innerlich dem royalen Elternpaar Kate und William. Fehlte bloß noch, dass ein Astronom das Auftauchen eines Kometen verkündete.

Aber das 3.900 Gramm schwere Bummerl, das da im Spital St. Mary's das Licht der Welt erblickt hatte, war eben schon damals nicht einfach nur ein Baby, sondern ein künftiges Staatsoberhaupt. Wenn alles gut geht, wird er als Überübernächster den englischen Thron besteigen, der 43. Monarch seit der Eroberung der Insel durch die Normannen 1066.

Neuneinhalb Monate sind seither vergangen, in denen Kate den kleinen Prinzen ziemlich unverkrampft durch den Alltag manövrierte. Salopp trägt sie ihn ganz unköniglich auf der Hüfte, zieht ihm Oberteile mit Puffärmeln an, Latzhosen mit aufgesticktem Boot. Freilich: Besagte Latzhose des Labels Rachel Riley war am nächsten Tag ausverkauft, als George damit in den Zeitungen auftauchte. Für die blaue Strickjacke, die er in Australien trug (passend zu der vom Papa), gibt es seither so lange Lieferzeiten, dass die Kinder herausgewachsen sind, bis Mami das Teil auftreiben kann. Von wegen normales Baby…

Leonore verschlief prompt ersten Fototermin

Aber er sieht halt einfach so süß aus. Bei der drei Monate alten Leonore Lilian Maria von Schweden kommt zu den großen Augen noch das nordische Temperament. Samtig und sanft verschlief sie den ersten Fototermin, der sie gemeinsam mit der Cousine zeigte, Pardon, mit Ihrer königlichen Hoheit Estelle, Prinzessin von Schweden, Herzogin von Östergötland. Prinzessin Madeleine, Leonores Mama, schert sich nicht viel ums Hofzeremoniell, sie brachte ihr Kind in New York zur Welt und führt es ohne Umschweife im schicken Bugaboo- Kinderwagen durch die Straßen Manhattans. Für die Tauf- Feier am 8. Juni wird das Mäderl freilich in die Heimat seiner Oma und seines Opas, Königin Silvia und König Carl Gustaf XVI., nach Schweden einfliegen.

Die Welten der Krabbelkinder sind einander eben überall ziemlich ähnlich. Die Mütter der Staats- Babys haben lediglich ein bisschen mehr von allem: mehr Kleider und Schühchen, mehr Strampler zum Ansabbern, mehr Nannys, und die Spielsachen sind in einem eigenen Trakt untergebracht. Dafür stellt die Umwelt aber auch mehr Ansprüche. Sie stehen ständig unter Beobachtung, der Druck, alles richtig zu machen, ist ihr ständiger Begleiter.

Paparazzi werden einfach ignoriert

Kate, Madeleine und Charlotte brauchen viel Kraft, wenn sie ihr Leben dennoch nicht aus der Hand geben wollen. Wenn sie nicht wollen, dass ihre Kinder nur verhüllt unter blickdichten XL- Tragetüchern in die Welt da draußen dürfen. Paparazzi an einer Straßenecke? Werden einfach ignoriert.

Ganz unverkrampft zieht etwa Charlotte Casiraghi, 27, die aparte Tochter von Caroline von Hannover, mit ihrem am 17. Dezember geborenen Raphael durch die Straßen. Kein Problem, dass sie mit dem Kindesvater Gad Elmaleh eine sehr moderne Form der Partnerschaft lebt – im monegassischen Fürstentum ist man da ohnehin einiges gewohnt. Elmaleh hat bereits einen 13- jährigen Sohn, ist als Schauspieler ständig unterwegs, von Heirat war bisher keine Rede. Zum Muttertag kommt er heim zu Charlotte – der kleine Raphael soll sehen, was sich gehört.

Normalität für Prinzen- Babys – das hat schon vor mehr als 20 Jahren die tragisch verunglückte Großmutter von George versucht. Lady Diana schnappte sich einmal ihre Söhne William und Harry und stellte sich in die Warteschlange von McDonald’s, kaufte Burger und Pommes, die dann ganz ohne Tafelsilber verdrückt werden durften. Sie ging mit ihren Boys auch zum Rugby- Spiel, Schreie, Pfiffe und Anfeuerungen inklusive.

Mutter sein erfordert eben vollen Einsatz. Gleich, ob es sich um ganz normale Kinder handelt oder nicht.

11.05.2014, 09:00
Karin Schnegdar, Kronen Zeitung
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