Jude Law dreht in Wien und hofft auf ein wenig Freizeit

26.04.2011, 17:49
Foto: Viennareport
Eine internationale Kinoproduktion wird in Wien gedreht - und alle Augen sind nur auf den einen großen Star gerichtet: Jude Law. Der britische Schauspieler ("Sherlock Holmes", "Hautnah") spielt neben Moritz Bleibtreu und Johannes Krisch eine Hauptrolle in "360", einer Variation von Arthur Schnitzlers "Der Reigen" aus der Feder von Stardrehbuchautor Peter Morgan.

Trotz Trubels zeigte sich Law am Dienstag, einen Tag vor Drehbeginn, entspannt - und optimistisch, auch etwas von der Stadt zu sehen. "Ich hoffe, ich habe hier ein wenig Freizeit", so der 38- Jährige. "Aber um ehrlich zu sein, bezweifle ich das."

"Filmdrehs sind normalerweise sehr vereinnahmend, also werde ich wohl von morgens bis abends beschäftigt sein", erzählte Law, der bereits vor einigen Jahren in Wien war, um einen Freund zu besuchen.

Theaterkarten versprochen

"Aber mir wurden Theaterkarten versprochen - ich hoffe, das an einem Abend zu schaffen." Schnitzlers Theaterstück kannte er im Vorfeld des Filmprojekts nicht. "Das Projekt hat mich vor allem begeistert, weil Fernando (Meirelles, Regisseur, Anm.) involviert ist und ich ein großer Fan seiner Arbeit bin", so der Schauspieler. Auch auf die Arbeit mit Rachel Weisz, mit der er bereits einige Szenen in London gedreht hat, habe er sich "sehr gefreut, weil wir seit Jahren gute Freunde sind".

Wie Law erzählte, verkörpern er und Weisz ein Ehepaar, das vor Schwierigkeiten gestellt wird, woraufhin "jeder für sich versucht, das Richtige zu tun". Für den in Wien lebenden britischen Drehbuchautor Peter Morgan ("Frost/Nixon", "Die Queen") hat Law nur lobende Worte: "Das Drehbuch ist sehr interessant, sehr vielseitig, herausfordernd."

Herausfordernd dürfte auch der nächste Schritt in Laws Karriere sein: Er wird bei den Filmfestspielen von Cannes in der Jury sein. Neben "360" wird er außerdem erneut als Watson in "Sherlock Holmes 2", in Martin Scorseses "Die Entdeckung des Hugo Cabret", David Slades "The Last Voyage of Demeter" und Steven Soderberghs "Contagion" zu sehen sein.

Fotos: Viennareport, APA