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23.01.2017 - 00:57
Foto: EPA / Video: apa

Jacksons Kinder mussten dessen Todeskampf erleben

29.09.2011, 10:00
Mit brisanten Details zur Todesnacht von Michael Jackson ist am Mittwoch der Prozess gegen Conrad Murray, den Leibarzt des Popstars, fortgesetzt worden. Michael Amir Williams (Bild), Jacksons früherer persönlicher Assistent, warf Murray vor, dass dieser versucht habe, etwas zu verschleiern. Der Arzt wollte eine geheimnisvolle Creme wegschaffen, von der "die Welt nichts erfahren" sollte. Ein Leibwächter des Sängers sagte aus, dass die beiden ältesten Kinder von Jackson, Prince und Paris, den Todeskampf ihres Vaters mit ansehen mussten.

Williams erklärte im Gericht von Los Angeles, er sei in der Nacht des Todes des Popstars von Murray angerufen worden und zum Anwesen des Stars beordert worden. Der Arzt habe ihm gesagt, Jackson habe eine "schlechte Reaktion" gezeigt, und er solle "sofort" herkommen. Als er dort eintraf, sei bereits die Krankentrage nach unten gebracht worden.

Nachdem Jackson für tot erklärt worden sei, habe er ein "merkwürdiges" Gespräch mit Murray geführt, erinnerte sich Williams. "Er sagte, es befinde sich eine Creme in Michaels Zimmer und er wolle nicht, dass die Welt davon erfahre", erklärte Williams. Murray habe ihn dann gebeten, ihn zum Haus zurückzufahren, um diese zu holen. Er selbst habe dies abgelehnt und vorgegeben, seine Autoschlüssel nicht bei sich zu haben.

Jacksons Kinder erlitten Schock

Jacksons früherer Sicherheitschef Faheem Muhammad berichtete, dass die Kinder des Stars einen Schock erlitten, als sie sahen, wie ihr zu diesem Zeitpunkt offenbar bereits toter Vater eine Herzmassage erhielt. Prince Michael (14) und Paris (13) sollen versucht haben, ihrem Vater zu helfen. Paris habe "zusammengekrümmt am Boden gekauert", sein ältester Sohn Prince "hat leise geweint". Er habe die Kinder Paris und Prince dann aus dem Raum geführt.

Muhammad erklärte zudem, Murray habe versucht, den Sänger wiederzubeleben, als er den Raum betrat. Der Arzt habe nervös gewirkt und geschwitzt. Jackson habe auf dem Boden neben dem Bett gelegen. Murray habe dann die Anwesenden gefragt, ob sie wüssten, wie eine Herz- Lungen- Wiederbelebung funktioniere. Ob Murray damit um Hilfe bat, um selbst etwas anderes zu tun, sagte Muhammad nicht.

Anklage schockt mit Todesfoto

Der Prozess gegen Murray hatte am Dienstag mit einem Paukenschlag begonnen: Die Anklage schockte die zwölf Geschworenen und die Weltöffentlichkeit mit einem Bild des toten Popstars. Das Foto zeigt Jackson bleich und leblos auf einer Krankenbahre (siehe Infobox).

Dem Arzt wird vorgeworfen, Jackson eine Überdosis des Betäubungsmittels Propofol gegeben und ihn dann vernachlässigt zu haben. Murrays Anwälte argumentieren, der unter Schlafstörungen leidende Sänger habe sich selbst einen tödlichen Cocktail aus Propofol und dem Beruhigungsmittel Lorazepam verabreicht. Das Verfahren ist auf fünf Wochen angesetzt. Murray drohen bei einem Schuldspruch bis zu vier Jahre Haft.

29.09.2011, 10:00
AG/red
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