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04.12.2016 - 13:39

Fiona Grasser spricht über ihre große Tierliebe

22.05.2012, 16:55
Der Adabei zu Gast über den Dächern Wiens bei Fiona Pacifico Griffini-Grasser. Als Schirmherrin des ersten Tierballs von Initiatorin Brigitte Martzak steht sie der "Krone" Rede und Antwort über ihre Tier- und Menschenliebe. Im Laufe des Gespräches wird klar: Diese Frau hat seit ihrer Kindheit ein "Beschützersyndrom" für Hund, Katz & Co. Der beste Beweis dafür sind ihre Vierbeiner. "Stoffl", "Tequila", "Loona" und "Sole" – allesamt wurden auch sie von Fiona gerettet. Das Bild oben zeigt Fiona mit Katja Wolf, Sprecherin des Kynologen-Verbandes, und Martzak.

"Krone": Wann entdeckten Sie Ihre Liebe zu Tieren?
Fiona Pacifico Griffini- Grasser: Das war im Alter von drei Jahren. Wir lebten damals in Basel, ein paar hundert Meter vom Zoo entfernt. Nachdem ich dort die Tiere das erste Mal gesehen hatte, wollte ich immer wieder hin. Das ging sogar so weit, dass ich eines Tages ganz alleine (mit nur drei Jahren) zum Zoo ging. Wie durch ein Wunder passierte nichts, bis ich vor dem Zoo aufgehalten und meiner Familie Bescheid gegeben wurde.

"Krone": Tiere haben Sie Ihr ganzes Leben lang begleitet?
Fiona: Ja, wir hatten immer Hunde und Katzen. Aber auch exotische Tiere wie Schlangen und Papageien. Ja, selbst einen Ozelot, den mein Vater von einem kolumbianischen Handelspartner einst mitgebracht bekam. Wir haben ihn damals natürlich entsprechend versorgt und untergebracht, denn schließlich sind das echte Raubtiere. Ich werde nie vergessen, dass ich mich einmal als kleines Kind von der Hand meiner Mutter losgerissen habe, um einen Geparden zu umarmen, den ein Wärter des Zoos in Basel an der Leine führte. Meine schockierte Mutter konnte mit ansehen, wie dieser Gepard mich Gott sei Dank nur im Gesicht abgeleckt hat.

"Krone": Wo beginnt Ihrer Auffassung nach der Tierschutz?
Fiona: Eine schwierige Frage. Dieses Thema ist sehr mannigfaltig. Ich zum Beispiel für meinen Teil würde nie Pelz tragen, und ich esse fast kein Fleisch. Schon gar nicht Fleisch, das von Tieren stammt, die mit diesen abscheulichen Tiertransporten durch halb Europa unterwegs sind. Mit dem Verzehr dieses Fleisches würde man so etwas nur fördern. Davon abgesehen bin ich der Auffassung, dass man die "Todesangst" der Tiere mitisst. Aber Tierschutz kann auch noch viel strenger ausgelegt werden. Ich persönlich würde jede Form der Massentierhaltung verbieten, Tiere zu quälen ist ein echtes Verbrechen und kein Kavaliersdelikt.

"Krone": Eine Fiona ohne Tiere gibt es also nicht?
Fiona: Kann man so sagen. Auch in der Zeit, als ich in Neapel gelebt habe. Die Leute haben mich dort die "Hunde- Frau" genannt, weil sie wussten, dass ich versucht habe, mich um jedes Tier zu kümmern. Ich glaube, es waren zwischen 500 und 700 Straßenhunde, die medizinisch versorgt wurden. Die Leute, die von mir wussten, haben bei den Ärzten offene Türen gehabt, weil sie wussten, dass sich die "Hunde- Frau" darum kümmert.

"Krone": Ihr letztes einprägsames Tierschutz- Erlebnis?
Fiona: Die Erweiterung des Luchsgeheges des Wildparks in Aurach, die ich mit Freunden ermöglicht habe. Oder letztes Jahr, als ich meine Schwester in Griechenland besuchte. Dort wollten wir uns um jene Hunde kümmern, die sich auf den Mülldeponien durchschlagen. Als wir dann dort standen, mit Futter bepackt, bekamen wir einen Schock. Mit dem Elend der Tiere hatten wir gerechnet, nicht aber mit dem Umstand, dass dort auch Kinder auf der Deponie sein würden, die nach Essbarem suchten. Es verdeutlicht, dass der Mensch sich selbst der größte Feind ist. Auch ist er manchmal leider der Feind der Tiere. Hier muss mehr Aufklärung her.

"Krone": … und auch dafür soll der erste Tierball stehen?
Fiona: Richtig, und es ist eine ganz besonders große Ehre für mich, hier als Schirmherrin tätig werden zu dürfen. Ich betone, das wird kein 'Fiona- &-KHG- Ball', auch ist es keine politische Veranstaltung, sondern es wird ein Abend, der für Aufmerksamkeit sorgen soll. Besonders daran wird, und dafür trägt auch Organisatorin Brigitte Martzak Sorge, dass jeder Spender selbst bestimmen kann, für welche Art der Tierhilfe sein Geld eingesetzt werden soll. Ich glaube, dass wir nur durch diese besondere Form der Transparenz die Menschen dazu bewegen können, ihre Herzen zu öffnen.

"Krone": Der 8. November 2012 ist somit also nur der Auftakt für eine ganze Serie?
Fiona: Ganz genau! Es wird eine jährliche Veranstaltung sein, zu der wir einladen werden. Ein Hund zum Beispiel schenkt seinem Besitzer sein ganzes Leben, da ist es nur recht und billig, wenn wir jetzt ein wenig zurückgeben und all jenen helfen, denen es nicht gut geht. Auch großzügige Spenden sind nicht verboten (lacht). Aber im Ernst, wir freuen uns über jede Spende, denn der Ticketerlös alleine wird nicht so viel einbringen.

"Krone": Der Dresscode für diesen Ball sieht wie aus?
Fiona: Es gibt keinen Dresscode. Es geht nur um die Sache. Und es soll auch der erste Ball sein, bei dem eine Anti- Pelz- Demo ausdrücklich erwünscht ist. An diesem Abend geht es uns nur um die unbürokratische und schnelle Hilfe für die Tiere. Und für dieses Thema gilt es nun zu sensibilisieren.

Der erste Tierball findet am am 8. November 2012 statt, Infos unter www.teamomega.org .

22.05.2012, 16:55
Adabei Norman Schenz, Kronen Zeitung
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