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06.12.2016 - 04:07
Foto: AP

Familie versteigert Memorabilia von John Wayne

20.06.2011, 10:58
John Wayne ist im Sommer 1979 im Spitalbett gestorben, nicht in seinen Stiefeln. Doch die Cowboy-Boots sind noch da. Und im Oktober kommen sie unter den Hammer. Für die erstmalige Auktion hat ein Filmexperte 800 Artefakte aus dem Leben des Filmstars geordnet.

Als Rick Spector im April die Memorabilien in einem Lagerhaus in Dallas sichtete, erkannte er auf den ersten Blick bedeutende Objekte der Filmgeschichte: den schweißverkrusteten Stetson aus "The Cowboys" (1971) etwa oder die Augenklappe des einäugigen Marshals Rooster Cogburn aus "True Grit" (1969).

Spector hat als Filmexperte für Auktionshäuser schon manche Hinterlassenschaft von Hollywood- Legenden identifiziert. Doch in diesem Moment war er überwältigt: "Unglaublich, als Kind all seine Filme gesehen zu haben und dann plötzlich diese Kostüme in Händen zu halten", sagte Spector. Der Sachkenner hatte einen anspruchsvollen Job: das Puzzle einer 50- jährigen Filmkarriere in nur einer Woche zusammenzusetzen. Doch Spector bezeichnet die Aufgabe, John Waynes Hinterlassenschaft zu ordnen, als Höhepunkt seiner bisherigen Karriere.

In den Jahren seit John Waynes Tod stritten sich Fans und Spekulanten über die Echtheit von Stücken, die vereinzelt zu erwerben waren; in den meisten Fällen krude Fälschungen, auf eBay ungehindert für Unsummen gehandelt. Echte Filmkostüme sind gekennzeichnet, mit eingenähten Produktionsnummern. Der 58- jährige Spector, der als Koryphäe auf diesem Gebiet gilt, war auch darum der richtige Mann für den Job, weil er die Codes der Studios entschlüsseln kann. Oft wird er angeheuert, um der Authentizität eines Stücks auf die Spur zu kommen. Dies war hier nicht nötig, da das Vermächtnis direkt aus dem Wayne'schen Haushalt stammt. Doch Spector musste die Stücke den richtigen Filmen zuordnen.

Verfügt hat die Auktion Waynes Sohn Ethan. Er sehe keinen Grund, die Memorabilia wegzusperren, wenn sich Fans daran erfreuen können. Das sah sein Bruder, der vor ihm Wayne Enterprises geführt hatte, noch ganz anders: Michael Wayne wollte einen Verkauf stets verhindern. Den Namen "John Wayne" ließ er als Trademark schützen. Um dieses Copyright kämpfte er oftmals erbittert vor Gericht. Wo immer auf der Welt ein Lizenznehmer etwas unter diesem Brand veräußert - wie etwa das geräucherte Fleisch "John Wayne's Beef Jerky" -, Wayne Enterprises verdient daran.

Einnahmen gehen an "John Wayne Cancer Foundation"

Aus den Einnahmen wird die nach dem Krebstod des Stars gegründete "John Wayne Cancer Foundation" finanziert. Ethan Wayne übernahm die Leitung des familieneigenen Unternehmens nach dem Tod seines Bruders Michael im Jahre 2003. "Die Fans waren Vater sehr wichtig. Er war offen und zugänglich, und dies nun der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, fühlt sich richtig an", sagte Ethan Wayne zur angesetzten Auktion. Der Clan behält nur wenige Stücke, etwa den Oscar, den das Film- Rauhbein 1970 für "True Grit" mit einer Träne im Auge entgegennahm.

Ab 3. Oktober kommen 800 Objekte unter den Hammer. Briefwechsel mit Präsidenten, Preise wie der Golden Globe, ja selbst ein Coltgürtel, in dem noch Patronen stecken - von diesen Stücken werden die Sammler und Spekulanten aus aller Welt angezogen werden wie die Indianer von einem Lagerfeuer beim Planwagen. Heritage, das viertgrößte Auktionshaus der Welt, rechnet an der viertägigen Versteigerung in Beverly Hills mit Rekordsummen. Noch ist es allerdings ruhig in der Szene der kaufkräftigen Fans. "Zu ruhig", würde ein Westernheld wohl sagen.

20.06.2011, 10:58
AG/red
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