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08.12.2016 - 15:30
Foto: EPA

Falten, Format und Sex- Appeal - Susan Sarandon wird 65

02.10.2011, 09:00
Sie wäre alt genug, um in Rente zu gehen, doch Susan Sarandon dreht stattdessen richtig auf. Die Schauspielerin, die am 4. Oktober 65 Jahre alt wird, ist auf Monate ausgebucht.

Mit Robert Redford dreht sie gerade den Politthriller "The Company You Keep". Regisseur Tom Tykwer und die "Matrix"- Macher Andy und Lana Wachowski holen Sarandon für "Cloud Atlas" nach dem Bestseller "Der Wolkenatlas" vor die Kamera. Und nun soll sie auch noch die Rolle einer ehrgeizigen Staatsanwältin in dem Actionthriller "Snitch" übernehmen, berichtete der "Hollywood Reporter" wenige Tage vor dem Geburtstag der Oscar- Preisträgerin.

Zuletzt war sie mit Michael Douglas und Shia LaBeouf in dem Finanzthriller "Wall Street - Geld schläft nicht" auf der Leinwand zu sehen. In dem New Yorker Börsenviertel stand Sarandon auch eine Woche vor ihrem Geburtstag auf der Straße. Diesmal nicht für Dreharbeiten, sondern als Demonstrantin. Die liberale Demokratin, die sich seit Jahren gegen Kriege, die Todesstrafe und für das Recht auf Abtreibung stark macht, schlug sich diesmal auf die Seite von Aktivisten, die gegen geldgierige Unternehmen und korrupte Börsengeschäfte demonstrierten. "Zwischen den Reichen und den Armen in diesem Land klafft eine riesige Lücke", sagte die Schauspielerin dem Wirtschaftsportal CNBC.com.

20 Jahre in wilder Ehe

Lange Zeit engagierte sich Sarandon Seite an Seite mit Schauspieler Tim Robbins, dem Vater ihrer inzwischen erwachsenen Söhne Jack und Miles. Mehr als 20 Jahre war der Star mit dem zwölf Jahre jüngeren Kollegen ohne Trauschein fest zusammen, bis sie 2009 einen Schlussstrich zogen. Kennengelernt und rasch ineinander verliebt hatten sie sich 1988 am Set zu dem Film "Annies Männer".

Ihrem ersten Ehemann Chris Sarandon hat Susan Abigail Tomalin ihre erste Filmrolle und den inzwischen berühmten Nachnamen zu verdanken. 1968 begleitete die junge Literaturstudentin ihren Mann zu einem Castingaufruf nach New York. Der Nachwuchsschauspieler ging beim Vorsprechen leer aus. Stattdessen wurde sie für "Joe", ein Drama über den Generationenkonflikt zwischen Hippies und Bürgertum, für die Rolle einer rebellischen Tochter engagiert.

Janet machte sie zum Star

Ihren ersten großen Leinwandhit hat sie allerdings der verklemmten Janet in der "Rocky Horror Picture Show" zu verdanken. In dem Kultfilm um einen außerirdischen Transvestiten spielte sie 1974 ein schüchternes Mädchen, das seine Lust an der Lust entdeckt. Das Filmmusical ist 35 Jahre nach seiner Erscheinung immer noch in Programmkinos zu sehen.

Durch den französischen Meisterregisseur Louis Malle wurde Sarandon in den 1970er- Jahren international bekannt, als seine Freundin und Hauptdarstellerin seiner Filme. In "Pretty Baby" (1978) spielte sie eine Hure in New Orleans, die die blutjunge Brooke Shields ins Gewerbe einführt. In "Atlantic City" wickelte sie Burt Lancaster in der Rolle eines erfolglosen Gangsters gekonnt um den Finger. Später lebte Sarandon einige Jahre in Italien, wo sie mit dem Drehbuchautor Franco Amurri 1985 eine Tochter bekam.

"Sex- Symbol des denkenden Mannes"

In der Baseballkomödie "Annies Männer" verführte sie 1988 gleich zwei Männer auf der Leinwand: Kevin Costner und Tim Robbins. Doch die Schauspielerin, die den Spitznamen "Sex- Symbol des denkenden Mannes" weg hat, landete ihren größten Hit an der Seite einer Frau, mit Geena Davis in "Thelma & Louise". Das Roadmovie um zwei Frauen mit Revolvern wurde 1991 zu einem kommerziell erfolgreichen Kultfilm für viele Feministinnen.

Nach vier Oscar- Nominierungen, darunter für "Thelma & Louise" und "Der Klient", kam Sarandon unter der Regie ihres damaligen Lebensgefährten Robbins 1996 endlich zum Zug. In dem Todesstrafendrama "Dead Man Walking" spielt sie eine Nonne, die einen Mörder (Sean Penn) vor der Hinrichtung betreut.

Nach ihrer "Wall Street"- Rolle im vorigen Herbst wurde Sarandon gefragt, ob sie weiterhin gerne sexy Frauen spielen möchte. "Lieber das als jemand, der stirbt", witzelte die Schauspielerin in dem New Yorker Kultur- Magazin "Time Out". "Zuletzt war ich entweder am Sterben oder jemand, der anderen beim Sterben hilft, oder die heiße Mutter von jemandem."

02.10.2011, 09:00
AG/red
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