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19.09.2017 - 14:43

Evangelista: 'Pinault wollte, dass ich Sohn abtreibe'

04.05.2012, 15:55
Mit harten Bandagen kämpft Linda Evangelista im Streit um Unterhalt vor Gericht in New York. Schon am ersten Tag hat das Topmodel einiges Intimes aufs Tapet gebracht. Ihr Ex, Francois-Henri Pinault, habe sie damals überreden wollen, den gemeinsamen Sohn abzutreiben, so der Anwalt des Supermodels.

Gleich am ersten Verhandlungstag soll es im Gericht ordentlich zur Sache gegangen sein, berichtet die "New York Daily News". So behauptete Evangelistas Anwalt, dass Pinault sie zu einer Abtreibung überreden habe wollen, als sie ihm sagte, dass sie von ihm ein Kind erwarte. "Er schlug vor, dass sie die Schwangerschaft beendet", so Anwalt William Beslow.

Nur sieben Tage mit Evangelista zusammen

Pinault hingegen konterte, er sei gerade einmal vier Monate mit dem Model liiert gewesen, davon hätten sie nur sieben Tage gemeinsam verbracht. Er sei "nicht in die Entscheidung", ein Kind zu haben, involviert gewesen. Dennoch habe er Evangelista gesagt, er werde "das Kind anerkennen", verteidigte sich der Franzose, der mittlerweile mit Hollywoodstar Salma Hayek nicht nur glücklich verheiratet ist, sondern auch eine gemeinsame Tochter hat, gegen die Vorwürfe seiner Ex- Freundin.

Auf die Frage, ob er glaube, Evangelista habe es darauf angelegt, schwanger zu werden, antwortete Pinault: "Sie muss das beantworten, aber ich denke schon." Und er fügte hinzu: "Sie sagte mir, dass sie es verstehen würde, wenn ich nicht in die Erziehung des Kindes eingebunden werde oder mit ihr zusammenbleiben oder wir gemeinsam Eltern sein wollen. Ich sagte ihr aber, dass ich meine Verantwortung übernehmen würde."

Warum Pinault in den ersten Jahren keinen Unterhalt für den vierjährigen Augustin gezahlt habe, wollte der Richter von ihm wissen. "Sie fragte nicht danach und ich habe es nicht angeboten", so die lapidare Antwort des 49- Jährigen. Ihr Anwalt schätzte die Lage hingegen anders ein. Evangelista habe für sich selbst sorgen wollen, nachdem Pinault ihr klargemacht habe, dass er keine Absicht habe, für seinen Sohn zu zahlen. Erst seit ihr lukrativer Deal mit der Kosmetikfirma L'Oréal 2010 zu Ende gegangen sei, brauche sie die Unterstützung des Vaters. "Sie will nicht auf Mr. Pinaults Kosten leben. Sie will nur versuchen, Augie seinen gewohnten Lebensstil zu bieten", so der Anwalt.

Rekordsumme gefordert

46.000 Dollar (35.000 Euro) benötigt Evangelista monatlich für ihren Sohn, das soll eine Liste aufzeigen, die das Model angeblich den Anwälten von Pinault vorgelegt hatte. Das Geld brauche sie unter anderem für einen Leibwächter, einen Chauffeur und ein 24 Stunden am Tag verfügbares Kindermädchen für Augustin. Diese Angaben wies der Anwalt Evangelistas zurück. Er nannte seinerseits aber keine konkrete Forderung. Sollte das Topmodel wirklich Unterhalt in der genannten Größenordnung erstreiten, wäre es die höchste jemals in New York verfügte Summe.

Pinault sei bereit, für Augustins Leben zu bezahlen, so sein Anwalt Davon Aronson, nicht aber für das von Linda Evangelista. Eine Forderung in dieser Höhe sei zudem "lächerlich". Ob gerechtfertigt oder nicht, leisten kann sich Pinault diese Summer sicherlich. Immerhin ist er Chef des Luxuskonzerns PPR (Pinault Printemps Redoute) und einer der reichsten Männer Frankreichs.

04.05.2012, 15:55
dal/AG
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