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29.06.2017 - 01:57
Foto: PICHETTE, PESSENLEHNER, BUCK, NELSON/EPA/picturedesk.com, AP

Ehemalige Promi- Paare und das verflixte 7. Jahr

26.07.2014, 16:56
Ist die magische Zahl 7 wirklich so gefährlich für die Liebe? Anscheinend ja – wie viele prominente Beispiele zeigen.

Es kann halt doch nicht nur einen geben. So sieht das zumindest die französische Star- Aktrice Sophie Marceau, die sich nun von ihrem Ehemann, "Highlander" Christopher Lambert, getrennt hat. Die 47- jährige Schauspielerin, einstiges Idol aus dem warmherzigen Teenie- Klassiker "La Boum – Die Fete", und der in New York geborene Actionheld haben das siebente Beziehungsjahr nicht überlebt.

Wieder ein Paar, das die Hürde mit der magischen Zahl nicht überwinden konnte. Ist das siebente wirklich so ein "verflixtes" Jahr für die Liebe, wie es der Volksmund behauptet? Die Liste der Stars, bei denen das der Fall war, könnte einen schon nachdenklich machen: Demi Moore und Ashton Kutcher haben es trotz gemeinsamer Therapiesitzungen im Kabbalah- Zentrum nicht geschafft, ihre Beziehung zu erhalten. Der ewige Jungspund, der Charlie Sheen als "Two and a Half Men"- Held beerbte, begann genau nach sieben gemeinsamen Jahren, es mit der Treue nicht mehr allzu ernst zu nehmen, Demi weinte erst monatelang in den Polster, ehe sich beide zu dem endgültigen Aus entschlossen.

Auch Kinder halfen nicht

Bei den beiden Musik- Stars Jennifer Lopez (44) und Marc Anthony (45) konnten auch die heute sechsjährigen Zwillinge Emme und Max nichts an den "unüberbrückbaren Differenzen" ändern: Das Paar, das im Juni 2004 geheiratet hatte, trennte sich im Juli 2011, offiziell geschieden ist es erst seit Kurzem. Das gleiche Bild bei Model- Mutti Heidi Klum (41) und Schmusesänger Seal (51): Hochzeit 2005, Scheidung 2012 – knapp vier Monate hätten noch bis zum Ende des siebenten Jahres gefehlt.

"Desperate Housewife" Eva Longoria (39) und der Baskettball- Athlet Tony Parker (32) waren ebenfalls sieben Jahre zusammen, davon drei verheiratet, Ende 2011 folgte das Aus per Brief und Siegel. Die Gemeinsamkeiten waren aufgebraucht – ganz wie bei Oscarpreisträgerin Reese Witherspoon ("Walk the Line") und Hollywood- Liebling Ryan Phillippe (1999–2006), bei "Titanic"- Heldin Kate Winslet und dem britischen Regisseur Sam Mendes (2003–2010), bei "Carrie Bradshaw" Sarah Jessica Parker und dem späteren "Iron Man" Robert Downey Jr. (1984– 1991).

Österreicher entwickelte Sieben- Jahres- Idee

Die Idee, dass sich menschliche Beziehungen in Sieben- Jahres- Zyklen entwickeln, geht übrigens auf den österreichischen Philosophen Rudolf Steiner zurück. Sie ist durch eine Reihe von Studien (zum Beispiel von der amerikanischen Wright State University) empirisch belegt – es gibt ihn also wirklich, den berühmten "Seven Year Itch" (wörtlich: "Das Sieben- Jahres- Jucken"), wie das Phänomen auf Englisch so treffend genannt wird.

Den tieferen Grund glauben Experten in der Psychologie des Liebeslebens erkannt zu haben: Jede Beziehung beginnt mit dem emotionalen Rausch des Verliebtseins. Da sieht man nur das Wunderbare am anderen, nicht seine Fehler. Vor allem projiziert jeder Vorstellungen in sein Vis- à-vis hinein, die nicht unbedingt der Realität entsprechen müssen. Wenn der Überschwang abebbt, folgt eine Zeit der Ernüchterung und des Sich- Abfindens. An die Stelle der heißen Gefühlte treten gemeinsame Gewohnheiten, gemeinsame Vorlieben. Diese Phase hält aber auch nur ein paar Jahre, denn beide Menschen entwickeln sich weiter – in vielen Fällen führt das dazu, dass sich beide mental voneinander entfernen. Allmählich entsteht daraus der Wunsch, wieder etwas Neues, etwas Unerwartetes zu erleben, wieder Leidenschaft und starke Emotionen zu spüren.

Legendär: Marilyn Monroe in "Das verflixte siebente Jahr"

So ähnlich wie Tom Ewell in jenem Film von Billy Wilder aus 1955, der das Problem schon im Titel trägt. "Das verflixte siebente Jahr" – im Original: "The Seven Year Itch" – wurde natürlich vor allem durch die Szene zum Kult, in der Marilyn Monroe ihr weißes Kleid über dem U- Bahn- Luftschacht flattern lässt. Wie es die damalige Moral verlangte, lebt der Held Richard (gespielt von Ewell) seinen Abenteuerdrang aber nur in der Fantasie aus und kehrt zuletzt, ohne auch nur das Geringste angestellt zu haben, erleichtert zu Weib und Kind zurück.

Dass auch Frauen ausbrechen wollen, war anno 1955 sowieso undenkbar. Heute dagegen kann eine Schauspielerin wie Sophie Marceau in einem Interview ganz offen sagen: "Ich brauche eine gewisse Herausforderung und Unruhe, um mich lebendig zu fühlen." Lebhafte Unruhe hat sie ab jetzt zweifellos wieder mehr als genug...

26.07.2014, 16:56
Karin Schnegdar, Kronen Zeitung
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