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07.12.2016 - 09:34
Foto: Werner Kopacka

Arnie über Scheidung: "Es gibt keinen Weg zurück"

28.06.2014, 17:00
Arnold Schwarzenegger steht zurzeit in New Orleans für "Terminator 5" vor der Kamera. Beim Besuch der "Krone" zeigte er sich aber von seiner privaten Seite und gab ein erstaunlich persönliches Interview über die Scheidung von Maria Shriver, seine Kinder und seine neue Liebe Heather.

Der einzige Unterschied sind die grauen Haare. Kleidung, die Narben im Gesicht – alles fast so wie beim alten Terminator, dem T 800. Und den spielt Arnold Schwarzenegger auch in der fünften Auflage der Erfolgsserie. Gedreht wird seit Wochen in New Orleans, und zwar geheimer als geheim. Keine Fotos vom Dreh, absolut keine Infos über die Story.

Die "Krone" hat ihn trotzdem vor Ort besucht und mit ihm ein bissl Terminator- Luft schnuppern dürfen. "Anstrengend", stöhnt er. "Ich mach' ja leichtere Stunts selbst und hab' mich dafür in letzter Zeit konsequent hochtrainiert. Dazu kommt, dass wir sehr viel nachts drehen. Da kommt der Schlaf oft zu kurz. Ich bin ja auch nicht mehr der Allerjüngste."

Einen einzigen freien Drehtag hat's – abgesehen von den Wochenenden, an denen er stets heim nach Los Angeles jettet – seit dem Drehbeginn vor nahezu acht Wochen gegeben. Und den hat er für einen Ausflug in die Bayous genutzt. Das sind die mystischen Sumpfgebiete im Mündungsdelta des Mississippi.

Los ging's im knallroten Hummer, der natürlich mit Öko- Diesel fährt und den Geruch von frisch zubereiteten Pommes frites zurücklässt. "Den hab' ich extra nach New Orleans bringen lassen. Oft komm' ich ja nicht dazu, ihn zu fahren, aber wenn's dann der Fall ist, genieße ich es, hinter dem Steuer zu sitzen." Mit Chauffeur Arnold ging's dann eine Stunde lang dahin. Raus aus der Stadt, hinein ins Land. Vorbei an verrosteten Stahlgerüsten und Ruinen, die noch immer als traurige Denkmäler an den fatalen Wirbelsturm Katrina erinnern.

"Krone": "Terminator 1" ist vor 30 Jahren in die Kinos gekommen, der zweite Teil sieben Jahre später, und seit "Terminator 3" sind auch schon elf Jahre vergangen. Was hat dich bewogen, nochmals in diese Rolle zu schlüpfen?
Arnold Schwarzenegger: Es hat ja recht lange gedauert, bis es fix war, dass ich mitmache. Zunächst hat's ein langes Gerangel um die Rechte gegeben, dann habe ich das Drehbuch gekriegt, und es hat mir extrem gut gefallen. Da ist alles drinnen, was an die Erfolge der ersten drei "Terminator"- Filme anknüpfen sollte. Auch das Budget garantiert großes Kino. Ich hab' im Herbst 2013 unterschrieben und Zeit gehabt, mich bestens auf die Rolle vorzubereiten.

"Krone": Was fühlt man, wenn man nach so langer Zeit wieder zu einer Figur wird, mit der du ja wahrscheinlich schon abgeschlossen hattest?
Schwarzenegger: Da hat sich seit damals nichts verändert. Ich werde wieder zu einem emotionslosen Apparat. Wenn ich lächle, ist es das Lächeln einer Maschine. Wenn ich mich bewege, bewege ich mich als Maschine. Das war damals so, und das ist auch jetzt so. Ich bin ja auch im Film derselbe – der T 800.

"Krone": Der "Terminator"- Dreh dauert extrem lange, dreieinhalb Monate. Wie schauen deine weiteren Filmpläne aus. Machst du mit den Fortsetzungen deiner großen Erfolge weiter?
Schwarzenegger: Es schaut so aus. Für die "Conan"- Fortsetzung hab' ich zwar noch nicht unterschrieben. Das Buch ist fertig, ich werd's demnächst lesen und mich dann entscheiden. Wenn's stattfindet, wird im kommenden Jahr wahrscheinlich in Neuseeland – in den Studios von Peter Jackson – gedreht. Es könnte sein, dass ich davor noch die Fortsetzung von "Zwillinge" mache. Da könnten "Drillinge" draus werden. Mit Danny de Vito, Eddie Murphy und mir. Und da gibt's ja noch den Plan für eine Fortsetzung von "True Lies".

"Krone": Wie schaut's mit den Gagen aus? Astronomisch wie damals?
Schwarzenegger: Für "Terminator 3" hab ich mit 30 Millionen Dollar das höchste Fixum aller Zeiten gekriegt. Jetzt geht's mir nicht mehr so sehr ums Geld. Ich lebe einfach die Freude an meiner Arbeit, der Schauspielerei, aus.

Wir übersiedeln vom Hummer auf ein Boot und steuern die Sümpfe an. Nach einiger Zeit taucht der erste Alligator auf. Der Bootsführer bringt ihn mittels eines Würstls, das am Ende eines Stabes steckt, dazu, hoch aus dem trüben Wasser zu springen. Arnold genießt das Abenteuer. Wir begegnen Schildkröten, Wildschweinen, einem Waschbären, Schlangen, Spinnen und anderem Getier. Es ist eine düstere, geheimnisvolle Welt voller Leben. Arnold trägt einen Cowboyhut und Sonnenbrillen und riecht nach dem Anti- Moskito- Mittel, mit dem er sich eingeschmiert hat.

"Krone": Du fliegst ja im privaten Charter- Jet jede Woche heim nach Brentwood. Aus Sehnsucht nach deiner Lebensgefährtin Heather und den Kindern?
Schwarzenegger: Ja, das mit Heather funktioniert großartig. Sie ist die Frau, die mir daheim die Ruhe und Entspannung gibt, die ich brauche. Außerdem ist sie ja die beste Physiotherapeutin der Welt. Wir gehen gemeinsam ins Fitnessstudio und radeln durch die Gegend. Die Kinder treffe ich auch regelmäßig. Ich bin stolz auf alle. Katherine, die ist mit 24 die Älteste, schreibt gerade an ihrem zweiten Buch, dazu hat sie eine Show im Internet. Christina, die 22- Jährige, hat den Bachelor in Geschichte gemacht und strebt nun den Master in Design an. Patrick, der 20- Jährige, studiert an der University of Southern California Business. Er ist unser Enterpreneur. Neben der Schauspielerei, die er erfolgreich betreibt, hat er kürzlich auch ein Pizza- Restaurant übernommen. Und Christopher, der ist 16, ist ein Sportfanatiker. Er ist ein toller Schwimmer und Wasserballspieler und spielt im Volleyballteam seiner High School.

"Krone": Und wie geht's Joseph, deinem dritten Sohn?
Schwarzenegger: Auch auf ihn bin ich sehr stolz. Wir treffen einander ja regelmäßig. Seine Mutter Mildred bringt ihn zu mir ins Haus, dann tratschen wir viel. Vor Kurzem ist der Joseph zum Schulsprecher gewählt worden, das beweist, dass er dort sehr respektiert wird. Wegen seiner hervorragenden schulischen Leistungen, aber auch durch den Sport. Ich habe ihm zu Weihnachten eine Kraftkammer geschenkt, die benutzt er täglich. Man sieht das auch an seinem Körper. Der Bursche ist ein Athlet. Und dazu noch ein guter Schwimmer. Ich bin überzeugt, dass er bald auch auf der Universität beste Figur machen wird.

"Krone": Und wie steht es mit der Scheidung?
Schwarzenegger: Für mich gibt es keinen Weg zurück, aber die andere Seite macht den Weg zur Scheidung extrem schwer. Da tauchen immer wieder neue Hürden auf. Ich will alles so schnell wie möglich über die Runden bringen und endlich klare Verhältnisse schaffen. Maria und ich streiten ja nicht, das sind die Anwälte. Wir treffen uns oft, vor allem in Sachen Kinder, und reden dabei ganz normal miteinander.

28.06.2014, 17:00
Werner Kopacka, Kronen Zeitung
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