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10.12.2016 - 03:57
Bill Cosby soll seinen Opfern 100 Millionen Dollar zahlen.
Foto: AFP, AP

Anwältin fordert 100 Mio. Dollar für Cosby- Opfer

04.12.2014, 10:59
Drei weitere Frauen haben Missbrauchsvorwürfe gegen Cosby erhoben. Sie schilderten am Mittwoch auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Los Angeles, wie sie der heute 77-Jährige sexuell bedrängt und missbraucht habe. Mit dabei war Promi-Anwältin Gloria Allred, die vom Serienstar eine Entschädigung von 100 Millionen Dollar für die Opfer forderte.

Die Berichte der Frauen reihen sich in eine ganze Flut von Anschuldigungen bis hin zur Vergewaltigung ein, der sich Bill Cosby in den letzten Wochen konfrontiert sah.

Jetzt forderte Allred Cosby auf, von sich aus auf die Verjährungsfrist bei Vergewaltigungen zu verzichten und einen Prozess zuzulassen - oder einen Entschädigungsfonds von 100 Millionen Dollar (80 Millionen Euro) für seine potenziellen Opfer einzurichten. Die ihm vorgeworfenen Vergehen liegen drei oder vier Jahrzehnte zurück. Erst am Dienstag hatte eine Kalifornierin in Los Angeles eine Klage eingereicht, weil sie 1974 als 15- Jährige von dem TV- Star missbraucht worden sei.

Cosby soll "diesen Albtraum beenden"

Anwältin Allred forderte Cosby auf, "diesen Albtraum zu beenden". Er solle auf die Verjährungsfrist verzichten, damit den Anschuldigungen vor Gericht nachgegangen werden könne. Dann könnten "ein Richter und eine Jury entscheiden, wem geglaubt werden sollte". Sie habe weder mit Cosby selbst noch mit seinen Anwälten vor ihrer Pressekonferenz über ihren Vorschlag gesprochen, sagte Allred.

Cosby ist durch die Anschuldigungen zur unerwünschten Person geworden: Ein Auftritt bei der "Late Show" von David Letterman wurde abgesagt, der Fernsehsender NBC strich eine geplante Sitcom mit ihm, der Onlinevideodienst Netflix legte eine Sondersendung zum Geburtstag des Schauspielers auf Eis. Am Montag zog sich der 77- Jährige aus dem Verwaltungsrat der Temple- Universität in seiner Heimatstadt Philadelphia zurück, dem er 32 Jahre lange angehört hatte.

04.12.2014, 10:59
AG/red
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