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10.12.2016 - 10:01
Foto: dpa/A2748 Ursula Düren

Anna Netrebko will für ihren Sohn kürzertreten

25.11.2008, 16:17
Opernstar Anna Netrebko will nach der Geburt ihres Sohnes kürzertreten und die Anzahl ihrer Auftritte reduzieren. "Ich möchte nicht für die Menschen vor und hinter der Bühne mehr da sein als für mein eigenes Kind, das ich dann der Nanny überlasse", sagte die 37-Jährige jetzt in einem Interview. "Das wäre eine schreckliche Vorstellung!" Die russische Sopranistin hatte Anfang September einen süßen und gesunden Knaben zur Welt gebracht. Vater von Tiago Aruã ist der um ein Jahr jüngere uruguayische Bassbariton Erwin Schrott.

"Unser Kind soll einfach ein ganz normales Kind sein", sagte Netrebko dem Fachblatt "Das Opernglas". Karriere und Familienleben zu vereinbaren, werde zwar nicht einfach sein. "Aber ich habe schon einmal geschaut, wie meine Kolleginnen das so machen. Wenn die das schaffen, müsste ich das eigentlich auch hinbekommen, zumal ich einen wundervollen Partner an meiner Seite habe, der eigentlich noch Baby- verrückter ist als ich."

Umzug nach Spanien?

Das Wichtigste sei ihr und ihrem Liebsten ein intaktes und regelmäßiges Familienleben, sagte Netrebko. In den ersten Jahren werde das Kind vermutlich mit ihnen reisen. "Wenn aber die Schulpflicht beginnt, müssen wir uns Gedanken darüber machen, in welchem Land wir leben wollen." Österreich sei "absolut fantastisch", aber auch Spanien habe gute Chancen.

Privatleben und Karrieren bleiben getrennt

Nach der Babypause will Netrebko im Jänner 2009 mit Donizettis "Lucia di Lammermoor" auf die Bühne zurückkehren. Sie wird die Partie der Lucia in St. Petersburg sowie an der New Yorker Metropolitan Opera singen. Gemeinsame Konzerte will das "Traumpaar der Oper" nicht geben. "Wir wollen bewusst Privatleben und Karrieren nicht zu sehr vermischen", sagte Netrebko.

Während der Schwangerschaft habe sie um ihre Stimme gefürchtet, erzählte die Opernsängerin. "Im vierten Monat hatte ich zwischenzeitlich Angst, sie zu verlieren. Ich brauchte sehr viel mehr Zeit, um mich zwischen zwei Auftritten zu erholen." Es habe sich aber herausgestellt, dass ein schwangerschaftsbedingter Eisenmangel die Ursache gewesen sei.

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