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Wolff außer sich: "Es bleibt nichts, wie es war"

04.07.2016, 16:45

Gut, sagte Mercedes- Teamchef Toto Wolff, habe er geschlafen. Trotz der neuerlichen Kollision seiner beiden "Sternfahrer" beim Grand Prix von Österreich in Spielberg? "Ja, das ist ja Teil meiner Rolle, solche Probleme zu lösen." Und die Stimmung beim 44- jährigen Wiener, der am Montag ein paar Stunden in Tirol entspannte, soll sich auch gebessert haben. Im Video oben sehen Sie den Crash!

"Na ja, nein. Ich bin noch immer richtig angefressen, was da passiert ist. Wir hatten jetzt in den letzten vier Rennen drei Kollisionen. Dabei gab's in Barcelona einmal einen kompletten 'wipe- out', in Montreal und Spielberg hatten wir wenigstens noch das Glück, mit den Plätzen eins und fünf bzw. eins und vier davonzukommen. Aber das ist in Wahrheit unerträglich anzusehen."

"Es wird keine heiligen Kühe geben"

Der Zwischenfall zwischen Lewis Hamilton, der seinen 46. GP- Sieg feierte, und Nico Rosberg in der letzten Runde schreit folglich lautstark nach Konsequenzen. Und Wolff fletscht die Zähne. "Beginnend mit dem üblichen Race- Debriefing werden wir alle Varianten überdenken. Alles kommt auf den Tisch. Es wird keine heiligen Kühe geben", erklärte der Teamchef, der bis dato nichts von Stallorder gehalten hat.

"Die Jahre, in denen Stallorder hochgehalten worden war, haben gezeigt, dass das Langeweile erzeugt. Unsere Philosophie, den Piloten das Vertrauen zu schenken, sie gegeneinander racen zu lassen, ohne sich dabei in die Kiste zu fahren, hat anscheinend nicht gefruchtet." Aber, nach Spanien, Kanada und Spielberg darf man getrost sagen: Das ging in die Hose. Wolff: "Und genau deswegen sage ich jetzt: Es bleibt nichts, wie es war."

Wolff und Lauda "auf der ganzen Linie einig"

Und dabei ist sich die Mercedes- Spitze einig. Hatte Niki Lauda noch kurz nach dem Rennen gemeint, eine Stallorder würde nicht der Philosophie von Mercedes entsprechen, so klärte Wolff am Montag auf: "Ich habe noch am Sonntagabend, als er schon auf Ibiza war, mit dem Niki geplaudert, und wir sind uns auf der ganzen Linie einig."

Die Sanktionen, die die äußerst unerfreuliche Serie an Zwischenfällen der beiden WM- Rivalen hervorrufen, werden laut Wolff vorerst teamintern bleiben. Spätestens aber am Sonntag wird man beim klassischen Grand Prix von Großbritannien in Silverstone mehr wissen...

04.07.2016, 16:45
Richard Köck, Kronen Zeitung
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