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Reichelt und Kröll im Nebelchaos pfeilschnell

16.01.2016, 14:35

Österreichs Speed- Asse Hannes Reichelt und Klaus Kröll waren am Samstag auf der Lauberhorn- Abfahrt in Wengen pfeilschnell. Die beiden belegten beim vom Nebelchaos beeinträchtigten Abfahrtsklassiker die Plätze zwei und drei. Nur einer zwar zu schnell: Aksel- Lund Svindal, der seiner Rolle als Top- Favorit gerecht wurde.

Svindal übernahm mit dem Sieg wieder die Führung im Gesamtweltcup und machte damit Druck auf Marcel Hirscher. "Es ist heute ein etwas anderes Gefühl, weil das Rennen zweimal unterbrochen wurde und nicht alle Läufer ins Ziel fahren konnten. Aber ich freue mich trotzdem", so Svindal.

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Für ihn war es der 31. Weltcupsieg, der zwölfte in der Abfahrt und der insgesamt sechste in dieser Saison. Er sorgte für den ersten norwegischen Sieg in der Wengen- Abfahrt nach Lasse Kjus 1999 und hält nunmehr wie dieser bei 23 Podestplätzen in der Abfahrt. Mit zwölf Siegen im bisherigen alpinen Weltcup- Winter hat Norwegen schon seinen Rekord aus der Saison 1998/99 überboten. Vor 17 Jahren waren es elf Siege gewesen.

Kröll stark

Der mit Startnummer vier - bei noch relativ guter Sicht - ins Rennen gegangene Kröll war lange in Führung - bis Svindal ins Rennen ging und seine Zeit gleich um eineinhalb Sekunden unterbot. Unmittelbar danach kam Hannes Reichelt Svinald gefährlich nahe, blieb aber zwei Zehntel hinter Svindal.

"Es war nicht einfach zu fahren, teilweise habe ich gerade noch von Tor zu Tor gesehen, sonst nichts", sagte Hannes Reichelt. Mit seiner Fahrt war er trotzdem zufrieden: "Bis auf einen kleinen Hackler kann ich mir nichts vorwerfen. Deswegen habe ich im Zielraum auch gejubelt. Aber der Aksel hat halt acuh einen super Lauf erwischt", so Reichelt.

Max Franz kam als drittbester Österreicher auf Rang zehn. "Ich kann mir nix vorwerfen, aber in Langentrejen habe ich eine Schnalze bekommen. Und wenn du zweimal nicht so gut gefahren bist, fährst du nicht mit absoluter Überzeugung hin", erklärte der Kärntner. Romed Baumann wurde 17., es folgten Vincent Kriechmayr als 18. und Otmar Striedinger als 19. "Ich weiß nicht, wo ich die Zeit verloren habe. Ich wusste, dass anfangs die Sonne heraußen war, aber mein Rückstand ist nicht allein die fehlende Sonne", sagte Kriechmayr.

Zweimal unterbrochen

Das Rennen war schon nach Startnummer 21 unterbrochen worden, weswegen Kjetil Jansrud, der Gewinner Kombi am Freitag, etwa 30 Minuten warten musste, ehe er ins Rennen gehen konnte. Kurze Zeit später wurde das Rennen erneut unterbrochen - etwa für eine Stunde. Dann fuhren die entscheidenden fünf Läufer ins Ziel, die notwendig waren, um das Rennen werten zu können.

Endstand:
1. Aksel Lund Svindal (NOR) 1:48,79 Min.
2. Hannes Reichelt (AUT) 1:48,98 +0,19
3. Klaus Kröll (AUT) 1:50,31 +1,52
4. Dominik Paris (ITA) 1:50,36 +1,57
5. Christof Innerhofer (ITA) 1:50,38 +1,59
6. David Poisson (FRA) 1:50,42 +1,63
7. Adrien Theaux (FRA) 1:50,51 +1,72
8. Carlo Janka (SUI) 1:50,58 +1,79
9. Peter Fill (ITA) 1:50,60 +1,81
10. Max Franz (AUT) 1:50,65 +1,86
11. Beat Feuz (SUI) 1:50,77 +1,98
12. Kjetil Jansrud (NOR) 1:50,92 +2,13
13. Andreas Sander (GER) 1:51,10 +2,31
14. Erik Guay (CAN) 1:51,20 +2,41
15. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) 1:51,23 +2,44
16. Steven Nyman (USA) 1:51,34 +2,55
17. Romed Baumann (AUT) 1:51,36 +2,57
18. Vincent Kriechmayr (AUT) 1:51,46 +2,67
19. Otmar Striedinger (AUT) 1:51,48 +2,69
20. Marc Gisin (SUI) 1:51,68 +2,89
21. Andrew Weibrecht (USA) 1:51,72 +2,93
22. Guillermo Fayed (FRA) 1:51,77 +2,98
23. Johan Clarey (FRA) 1:51,86 +3,07
24. Bostjan Kline (SLO) 1:51,90 +3,11
25. Siegmar Klotz (ITA) 1:51,97 +3,18
. Thomas Mermillod Blondin (FRA) 1:51,97 +3,18
27. Jared Goldberg (USA) 1:52,03 +3,24
28. Nils Mani (SUI) 1:52,04 +3,25
29. Blaise Giezendanner (FRA) 1:52,38 +3,59
30. Marco Sullivan (USA) 1:52,44 +3,65
Weiter:
39. Georg Streitberger (AUT) 1:52,80 +4,01
48. Patrick Schweiger (AUT) 1:53,92 +5,13
55. Florian Scheiber (AUT) 1:54,92 +6,13

16.01.2016, 14:35
AG/red
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