Foto: KRISTIAN BISSUTI

Pfeil: "Keine Angst vor dem Mann mit dem Hammer"

07.04.2016, 17:42

Endlich steht beim Vienna City Marathon auch wieder ein heimischer Athlet im Mittelpunkt. Der Oberösterreicher Valentin Pfeil greift gleich bei seinem Debüt über die 42,195 km das Limit für die Sommerspiele in Rio an. "Wenn ich eine Olympia- Norm schaffen kann, dann im Marathon", zeigt sich der 27- Jährige, der bisher vor allem Bahnrennen bis 10.000 m gelaufen ist, optimistisch, die geforderten 2:14:00 diesen Sonntag zu unterbieten.

Die Vorzeichen stehen für den von Hubert Millonig betreuten Läufer gut. Heuer absolvierte er in Barcelona einen Halbmarathon in persönlicher Bestzeit von 1:04:16. Der Fahrplan also stimmt. "Und ich bin gespannt, was ich im Marathon rausholen kann!"

Foto: Finisherpix/VCM

Jahrelang hatte er mit seinem Studium der Veterinärmedizin und dem Laufen eine Doppelbelastung. Jetzt aber hat er seine Diplomarbeit abgegeben und damit den Kopf frei für seine Marathon- Premiere.

Heimvorteil

Da er in Wien studiert hat und hier seit sechs Jahren lebt, kennt er die Strecke vom Start (UNO- City 8.58 Uhr) bis ins Ziel vor dem Rathaus "in- und auswendig". Zumal er schon als Tempomacher für den Marathon im Einsatz war. Und viele Trainings auf der Strecke absolviert hat.

Gerade Debütanten haben bei dem Lauf ins Ungewisse großen Respekt vor der extremen Länge und den kritischen Punkten um die 35 km. "Aber ich habe keine Angst vor dem Mann mit dem Hammer", sagt Pfeil, "den gibt es nicht!"

Auch kann er auf Unterstützung von drei Tempomachern, Christian Steinhammer und zwei Afrikanern, hoffen. Und schließlich werden Eltern, drei Geschwister, die Freundin und viele Freunde ihn an ausgewählten Punkten der Strecke anfeuern. Und sich hoffentlich im Ziel dann über das Limit für Rio gemeinsam freuen! Am Freitag um 12.30 Uhr ist Wolfgang Konrad, langjähriger Veranstalter des Vienna City Marathons, zu Gast im Interview bei krone.at/sport

Der Größte als Botschafter

Kommt die Sprache auf den Vienna City Marathon, leuchten die Augen von Haile Gebr- selassie ganz besonders. "Ich habe Wien in allerbester Erinnerung - und wünsche euch am Sonntag fürs Rennen alles Gute", gab der größte Langstreckenläufer aller Zeiten der "Krone" bei einem Legendentreffen in Papendal (Hol) mit auf den Weg. Als Freund unseres Marathons erweist sich Haile, der dreimal in Wien den Halbmarathon gewonnen hat, als idealer Botschafter dieses Events.

Seine beiden äthiopischen Landsfrauen Ruti Aga und Fantu Jimma, die Sonntag zu den Favoritinnen zählen, erzählen, dass sie von Haile auf Wien aufmerksam gemacht wurden: "Er hat uns gesagt, dass das Rennen ein Traum ist, deshalb sind wir hier!"

Wie sehr Haile Wien in Erinnerung hat, zeigt, dass er in seinem neuen Buch ein Bild von sich mit Präsident Dr. Heinz Fischer abbildet. Und er kündigte diese Woche auch an, in vier Jahren sogar selbst als Staatspräsident kandieren zu wollen.

07.04.2016, 17:42
Olaf Brockmann
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